Stadtrat tagt erstmals im sanierten Saal

Von: sj
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Neue Tische, neue Stühle, neue Sitzordnung: Der Dürener Stadtrat tagte zum ersten Mal im sanierten Rathaus. Foto: Stephan Johnen

Düren. Die erste Sitzung des Stadtrates im frisch sanierten Rathaus sollte etwas ganz Besonderes sein. Sie hätte sogar das Zeug zu einer feierlichen Angelegenheit gehabt. Bürgermeister Paul Larue (CDU) hatte nach eigener Aussage im Vorfeld bei der Raumbelegung darauf geachtet, dass es der Stadtrat ist, der als erstes Gremium im neu hergerichteten großen Sitzungssaal tagt, dass es die Mitglieder des Stadtrates sind, die erstmals die neuen Stühle an den neuen Tischen in Beschlag nehmen.

Zehntausende Euro hat die Neugestaltung des Saales inklusive Mobiliar und neuer Mikrofonanlage gekostet. Die ersten Worte, die Mittwochabend mit Hilfe der Technik verstärkt wurden, waren an diesem besonderen Tag Beschwerden über die Akustik. „Es wird besser, wenn Ruhe einkehrt. Als erste Maßnahme zur Optimierung schlage ich vor, die Gespräche untereinander einzustellen“, leitete Larue eine Sitzung ein, die für Feierlichkeit wenig Raum ließ.

Die Volksvertreter sitzen künftig enger zusammen, in Hufeisenform angeordnet. Nähergekommen sind sich die Mitglieder der „Ampel“-Koalition aus SPD, Grünen, FDP sowie „Die Linke“ und die CDU-Fraktion inhaltlich in vielen Punkten aber nicht. Beispiel Restsee-Klage: „Wir müssen ein klares Signal senden“, begründete SPD-Fraktionschef Henner Schmidt den Antrag der „Ampel“, die derzeit ruhend gestellte Klage vor dem Verwaltungsgericht Aachen mit sofortiger Wirkung zurückzunehmen und „intensive Gespräche“ mit den Mitgliedern der Entwicklungsgesellschaft Indeland über einen Betritt der Stadt Düren zu führen.

„Eine Rücknahme sollte am Ende dieses Prozesses stehen, nicht mittendrin“, hält CDU-Fraktionschef Stefan Weschke diesen Schritt für „verfehlt“. Die Verhandlungen über einen Beitritt der Stadt Düren zur Indeland GmbH seien bislang nicht allzu weit fortgeschritten, zudem sei aus Sicht der CDU unklar, welche Rolle die Entwicklungsgesellschaft spielen soll und welche Rolle die Wirtschaftsförderung der Stadt. „Wir wollen erst einmal Verhandlungsergebnisse sehen“, sagte Weschke. Die CDU stimmte folglich dagegen, wurde aber überstimmt.

Keine Überraschung war auch die Abstimmung über die Weitergewährung eines städtischen Personalkostenzuschusses an den Verein City-Ma. Die „Ampel“-Koalition möchte die Wirtschafts-, Tourismus- und Kulturförderung der Stadt umbauen und setzt dabei auf eine Bündelung aller Kräfte unter dem Dach der mehrheitlich städtischen Gesellschaft für Wirtschafts- und Strukturentwicklung „Win.DN“, während die CDU diese Aufgaben beim Verein City-Ma ansiedeln möchte. „Sie zerschlagen hier viel Porzellan“, kommentierte Stefan Weschke den Beschluss der „Ampel“.

Einigkeit herrscht darüber, dass auf der nächsten Tagesordnung die Sitzordnung auftauchen dürfte. „Sowohl die Anordnung der Tische als auch die Akustik können optimiert werden“, sagt SPD-Fraktionschef Henner Schmidt. Diese Einschätzung teilt auch Stefan Weschke von der CDU. Eine Möglichkeit sei, sich an der Sitzordnung aus der Zeit vor der Rathaussanierung zu orientieren. An der Sitzverteilung im Rat ändert dies freilich nichts.

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