Stadtmeisterschaft: Steffen Wirtz wird zum Held des Finales

Von: Franz Sistemich
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Kapitän und Elfmetertöter: Niederaus Torwart Steffen Wirtz freut sich mit seinen Mannschaftskollegen über den Gewinn der Stadtmeisterschaft. Foto: Sistemich
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Das 1:0 von Stamatis Chouliaras spiegelte die Überlegenheit von Viktoria Arnoldsweiler in den ersten 30 Finalminuten wieder. Foto: Sistemich
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Nach dem dem 1:1 von Alex Hürtgen drehte der FC Düren-Niederau auf. Viktoria-Keeper Pascal Königs war chancenlos. Foto: Sistemich

Düren. Das Elfmeterschießen im Viertelfinale der Fußball-Europameisterschaft zwischen Deutschland und Italien stellte schon einen Krimi dar, der so manchen Anhänger dazu zwang, den Fernseher auszuschalten oder das Zimmer zu verlassen. Der eigenen Gesundheit zuliebe.

Das Finale der Fußball-Stadtmeisterschaft endete am frühen Sonntagabend auch mit einem Elfmeterschießen. Und diese Entscheidung vom Elfmeterpunkt stellte den Wettstreit bei obigem Viertelfinale aber so was von in den Schatten, auch wenn es keinen Schatten gab, weil die Sonne unbarmherzig vom Himmel brannte.

2:2 stand es nach 90 Minuten im Finale zwischen Titelverteidiger Viktoria Arnoldsweiler und Landesligist FC Düren Niederau. Der Turniermodus der Stadtmeisterschaft sah keine Verlängerung vor, also hieß es direkt Elfmeterschießen. 14 Mal gingen Spieler der Viktoria zum berühmt-berüchtigten Punkt. Mit eben diesem Schuss eines Arnoldsweiler Kickers endete das Marathon-Schießen: Denn Niederaus Keeper Steffen Wirtz parierte den Versuch von Nathan Ndombele. Und weil der FCN das Elfmeterschießen begonnen hatte, siegte er 11:10 in eben diesem.

Zuvor hatte Arnoldsweilers eingewechselter Keeper Simon Ahrens drei Schüsse der Niederauer pariert, jeweils im direkten Anschluss trafen seine Mannschaftskameraden nur den Pfosten oder scheiterten an Steffen Wirtz.

Der Titelverteidiger verteidigte also seinen Titel nicht. Unter den Augen von Handball-Nationalspieler Simon Ernst vom VfL Gummersbach, der aus Birkesdorf stammt, dominierten die Arnoldsweiler die ersten 30 Minuten des Endspiels. Der Mittelrheinligist beherrschte den Landesligisten, ließ keine Angriffe der Schützlinge von Trainer Bernd Lennartz zu und konterte sehr gefährlich. In der 17. Minute lag der Ball deshalb im Niederauer Gehäuse, als Stamatis Chouliaras keine Mühe hatte, das Spielgerät einzuschieben. Er tat dies im Übrigen mit einem Niederauer Ball: Der FCN stellte die Bälle anstelle des Gastgebers zur Verfügung.

In der Folge dominierte die Viktoria weiter. Mannschaftskapitän Muharrem Sekerci setzte einen Freistoß gefährlich auf das Tor, den Niederaus Wirtz noch so gerade über die Latte lenkte. Zwar bestimmte die Viktoria das Spiel, aber Niederaus Olaf Ramm zielte mit Kopfbällen auf das Viktoria-Tor. Als Fabian Spieß alleine auf das Tor der „Kleeblätter“ zulief und zu Fall kam, sahen die Niederauer ein Foulspieß des Keepers. Der Schiedsrichter entschied auf Abstoß. Niederau gestaltete das Spiel nun offener und verdiente sich den Ausgleich in der 43. Minute. Nach Doppelpass mit Mustafa Gültekin ließ Alex Hürtgen Viktorias Torwart Pascal Königs kein Chance.

Der Ausgleich schien die Niederauer zu beflügeln. Sie kamen wacher aus der Kabine, setzten Arnoldsweiler unter Druck, erspielten sich einige Chancen und nutzten eine in der 55. Minute zur umjubelten Führung. Gültekin legte den Ball per Kopf auf Fabian Spieß, der ließ Simon Ahrens keine Chance. Niederau besaß auch die Chance zum 3:1. Spieß spielte auf Gültekin, der kam einen Schritt zu spät gegen Simon Ahrens, sah für seinen Einsatz die gelbe Karte..

Das Spiel nahm nun, wie es so schön heißt, Fahrt auf. Arnoldsweiler forcierte das Tempo, erzielte den Ausgleich. Nach einer flachen Ecke traf Markus Weber zum 2:2. Jetzt war der Mittelrheinligist dem dritten Treffer näher. Der eingewechselte Iida übersah aber bei einem erfolgversprechenden Konter seine mitgelaufenen Mannschaftskameraden, schoss selbst, scheiterte an Wirtz. Die Teams lieferten sich einen offenen Schlagabtausch. „Welches wird als erstes der Hitze Tribut zollen müssen“, fragten sich die Zuschauer. Antwort: keins. Aber auch keins schoss noch ein Tor. So kam es zum Elfmeterschießen.

FCN-Trainer Bernd Lennartz freute sich über das unterhaltsame Spiel und über den Titel, mehr noch aber sah er es als wichtig an, dass in dieser Partie die Defizite im Niederauer Spiel aufgezeigt worden waren, aber auch, dass seine Kicker immer wieder Lösungen für Probleme gefunden hatten.

Frank Rombey, der Coach der Arnoldsweiler, ärgerte sich etwas über die Entstehung der beiden Niederauer Treffer, sah in der Begegnung zweier Teams auf Augenhöhe einen guten Test.

Platz 3 belegte Gastgeber GFC Düren 99. Der Landesligist bezwang den Bezirksligisten SW Düren 96 mit 4:2. Die Torschützen für den GFC 99 waren Björn Salger, Alex Eppink und Joichiro (2) zum 3:0 und 4:1. Für die Kicker aus dem Jugendstadion erzielten Marc Wollersheim und Janosch Kuckertz die Treffer.

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