Stadtmeisterschaft: Sportfreunde sichern sich den Titel

Von: Franz Sistemich
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Treffer dank eines guten Auges: Marvin Novotny erzielte die Führung der Sportfreunde mit einem überlegten Schuss. Niederaus Olaf Ramm kann den Schuss nicht verhindern. Foto: Franz Sistemich

Düren. Die Dürener Sportfreunde wähnten sich schon als Stadtmeister im Hallen-Fußball des Jahres 2016. Nur noch acht Sekunden waren zu spielen. 3:2 führten die Kicker aus dem Grüngürtel gegen den Titelverteidiger FC Düren-Niederau. Doch dann düpierte Florian Ürlichs Sportfreunde-Keeper Christian Neumann. Aus spitzem Winkel zirkelte er am späten Sonntagnachmittag in der Birkesdorfer Sporthalle das Spielgerät zum Ausgleich in die Maschen.

Die Wirkung des psychologischen Moments nahmen die Dürener aber nicht mit in das Neunmeterschießen. Gleich drei Niederauer Kicker ließen die Chancen vom berühmt-berüchtigten Punkt aus. Nikolaos und Stamatis Chouliaras scheiterten an Christian Neumann, Fabian Spieß hämmerte den Ball an die Latte. Folglich kannte der Jubel der Dürener Sportfreunde, im vergangenen Jahr als Titelverteidiger vorzeitig gescheitert, kaum Grenzen, zumal auch einer der ihren als bester Torschütze geehrt wurde: Ali Makki überwand an beiden Spieltagen zwölf Mal die gegnerischen Torhüter.

Auch im Finale erwies er sich als treffsicher, für die Führung seines Teams sorgte aber ein anderer: Marvin Novotny traf zum 1:0. Doch die Sportfreunde feierten zu lange. Praktisch im Gegenzug erzielte Olaf Ramm den Ausgleich. Die beiden Teams gingen nun kein Risiko ein. Die Niederauer hatten im Duell der beiden Landesligisten mehr Ballbesitz, ließen das Spielgerät ruhig in ihren Reihen laufen, bis sich ihnen die nächsten Chancen boten. Doch Christian Neumann parierte drei Schüsse hervorragend.

Dann aber war er machtlos, als Liridon Qorray aus der Drehung zum 2:1 einschoss. Nun entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Das Spiel nahm, wie es im Fußball-Deutsch so schön heißt, Fahrt auf. Pascal Schwinghoff traf den Ball volley und genau in den Niederauer Winkel. Und Ali Makki erzielte die 3:2-Führung der Ostdürener, die allerdings nicht reichte. Siehe oben. Aber: Jubeln durften die Sportfreunde dennoch.

Und mitten unter ihnen ihr Trainer Dirk Lehmann: „Sonntag sind wir schwach in die Zwischenrunde gestartet. Da habe ich meinen Spielen gesagt: ‚Wenn wir schon bis 15 Uhr in der Halle sein müssen, dann können wir auch noch zwei Stunden bis zur Siegerehrung dranhängen. Oder wollt Ihr nicht Stadtmeister werden?‘“

Seine Jungs wollten. Und das letzte Aufgebot – mehrere Spieler wie die japanischen Kicker weilen in ihren Heimatländern in Urlaub – bewies Zusammenhalt.

Auch Bernd Lennartz, der Trainer des unterlegenen Titelverteidigers, war mit der Leistung seines Teams zufrieden: „Wenn du erst im Neunmeterschießen des Finales unterliegst, dann bist du ja nicht weit von Turniersieg und Titelverteidigung entfernt.“ Allerdings besaßen die Niederauer im Neunmeterschießen des Halbfinales bessere Nerven. Sie bezwangen Bezirksligist Alemannia Straß mit 5:4 im Schießen vom Punkt aus. Die Sportfreunde waren in der Runde der letzten vier Teams 3:0 gegen den Landesligist GFC Düren 99 erfolgreich. Der GFC 99 setzte sich im Neunmeterschießen um Platz 3 5:3 gegen Straß durch.

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