Düren - Stadtmeisterschaft im Tennis: 39-Jähriger siegt über 16-Jährigen

Stadtmeisterschaft im Tennis: 39-Jähriger siegt über 16-Jährigen

Von: Franz Sistemich
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Drei Wochen lang kämpften die Tennisspieler aus dem Dürener Stadtgebiet und erstmals aus den angrenzenden Kommunen um die Ehre, Stadtmeister zu werden. Samstag fielen die letzten Entscheidungen der 54. Titelkämpfe. Sieger und Platzierte waren froh über ihre Erfolge. Foto: Franz Sistemich
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Der Klaps des siegreichen Routiniers: Der 39-jährige Oliver Bünten tröstet nach dem Finale seine 23 Jahre jüngeren Gegner Max Zens.

Düren. Oliver Bünten spürte: Max Zens brauchte Trost. Und so klopfte der Sieger dem Verlierer aufmunternd beim Abgang vom Feld auf den Rücken. Im Duell der Generation hatte der 39-jährige Routinier am Samstag den Ansturm des jungen Wilden abgewehrt: 6:1, 3:6 und 10:2 gewann der Spieler des Dürener Turnvereins das Herren A-Finale der Tennis-Stadtmeisterschaft gegen den 16-Jährigen aus der Gemeinde Kreuzau.

Zum siebten Mal darf sich nun Bünten Stadtmeister in der Herren-Konkurrenz nennen. Und klar ist: Im kommenden Jahr wird sich der DTVer wieder der Konkurrenz stellen: „Natürlich werde ich versuchen, meinen Titel 2014 zu verteidigen. Als Stadtmeister nicht mehr anzutreten, das ginge überhaupt nicht.“

Der erste Satz ging deutlich an den DTVer, der immer wieder mit seiner Vorhand Zens, der für die zweite Mannschaft von Grün-Weiß Aachen in der 2. Verbandsliga spielt, in Verlegenheit brachte. Der 16-Jährige hatte aber auch mit einem anderen Problem zu kämpfen: „Ich war sehr nervös.“ Zum ersten Mal bestritt er den Herren-A-Wettbewerb und stand gleich im Finale: „Noch nie habe ich vor so vielen Zuschauern gespielt“, beeindruckte ihn auch die Kulisse von gut 400 Zuschauern.

Im zweiten Satz fand der Gymnasiast dann zu seinem Spiel. Er machte viel mehr Druck und zwang Bünten in den Champions-Tiebreak. Bünten, der im Winterrunde wegen Rückenproblemen überhaupt nicht gespielt hatte und unter freiem Himmel bis zur Stadtmeisterschaft erst zehn gut Partien bestritten hatte packte nun auch wieder seinen starken Aufschlag aus, dominierte diesen entscheidenden Abschnitt mit 10:2 und war nach dem letzten Punkt froh: „Bei normaler Satz-Zählweise hätte ich den entscheidenden Satz gegen Zens wohl nicht gewonnen.“

Im Champions-Tiebreak fiel auch die Entscheidung bei den Frauen. Jessica Steinborn und Lena Pingen, die Mannschaftskameradinnen der TG Rot-Weiß Düren, hatten jeweils einen Satz deutlich gewonnen. Im dritten Satz war die Titelverteidigerin die bessere – oder glücklichere Spielerin: „Dieser Satz hat auch immer etwas mit Glück zu tun.“

In den beiden ersten Sätzen hatten Pingen und Steinborn „voll drauf gehauen“, wie die Spielerinnen mit einem Lächeln im Gesicht sagt. Pingen traf dabei besser. Steinborn stellte ihr Spiel um: Sie nahm das Tempo aus der Partie, agierte variabler, stellte Pingen damit vor Probleme, der Bälle auch nicht mehr so genau zurückkamen. Folge war das 6:0 und der Champions-Tiebreak.

In ihm wurde so manches Finale entschieden – zum Beispiel das Grande Dame der Dürener Tennisszene, Irmgard Möritz. Die 74-Jährige unterlag bei den Damen 50 Doris Wahn 7:5, 3:7 und 2:10.

Geehrt wurde bei der Siegerehrung auch drei Sportler für ihr vorbildliches Verhalten nicht nur während der Turniertag. Achim Steffens erhielt den Fair-Play-Wanderpokal, den Gritli Hammans, die Witwe des langjährigen RW-Vorsitzenden gestiftet hatte, auch für sein „Lebenswerk“. Mit Lars Coenen und Elena Stoffels wurden zwei Aktive ausgezeichnet, die sich in anderer Weise vorbildlich verhalten hatten: Coenen gestand in einer entscheidenden Spielphase zum Vorteil des Gegners eine Netzberührung ein. Elena Stoffels, Titelverteidigerin in ihrer Einzelkonkurrenz, akzeptierte klaglos, dass ihre Meldung zum Einzelturnier angekommen war, so dass sie ihren Titel nicht verteidigen durfte.

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