Stadthalle: „Stadt muss Heft des Handels wieder in die Hand nehmen”

Von: sis
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Düren. Reizthema Stadthalle: „Wir wollen, dass die Stadt Düren das Heft des Handelns wieder in die Hand nimmt”, sagten am Freitagmittag sechs Politiker.

Liesel Koschorreck, die Dürener SPD-Vorsitzende, Henner Schmidt, SPD-Fraktionsvorsitzender, Friedhelm Wirges, der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Düren-Mitte, Verena Schloemer, die Fraktionssprecherin der Grünen, und ihr Parteifreund Bruno Voß sowie der stellvertretende Bürgermeister Hubert Cremer (FDP) sehen in der aktuellen Situation nur eine Möglichkeit.

„Wir werden in der Ratssitzung am 14. November den im Erbbaurecht vorgesehenen Heimfall des Grundstücks an die Stadt Düren beantragen, um so die Rückübertragung des Areals an der Bismarckstraße zu erreichen.” Erhalten die drei Fraktionen, die im städtischen Parlament über 23 Abgeordnete verfügen, die Mehrheit von 26 Stimmen, sehen sie den Druck auf den bisherigen Projektentwickler Schneider und dessen Hotelpläne enorm wachsen.

Mehrere Szenarien sind möglich: Stadt und Schneider einigen sich endlich. Wenn nicht, „kommt es zu einer klaren und eindeutigen Aufarbeitung durch die Gerichte”. Die Frage, die sich auch stellt: Was geschieht in dieser Zeit mit den neuen Plänen eines Hamburger Investors für ein Hotel samt Einkaufszentrum auf dem Gelände der Stadthalle, wie sie Mitte September im Ausschuss für Stadtentwicklung vorgestellt wurden? Springt der Investor ab? Oder arbeitet er konkret an seinen Plänen weiter, auch wenn die Vertreter der drei Ratsfraktionen erhebliche Zweifel unter anderem daran haben, dass ein Sportfachgeschäft als Ankermieter gefunden wird?

Trotz aller möglichen Risiken sehen SPD, Grüne und FDP in ihrem Vorgehen den richtigen Weg, um Düren beim „Reizthema” Stadthalle wieder handlungsfähig zu machen. Mit einer ergebnisoffenen Planung, an der die Bürger beteiligt werden sollen, wollen sie im nächsten Schritt eine sinnvolle Bebauung des Grundstücks an der Bismarckstraße - mit oder ohne Stadthalle - erreichen: „Wir sind es leid. Wir müssen endlich selbst bestimmen können, was mit dem Stadthallenareal geschieht.”
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