Düren - Stadthalle: SPD fordert Schlussstrich fürs Hotelprojekt

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Stadthalle: SPD fordert Schlussstrich fürs Hotelprojekt

Von: cl
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Düren. Die SPD fordert eine Sondersitzung des Stadtrates zum Thema Stadthalle. Darin soll die Verwaltung einen ausführlichen Sachstandsbericht liefern, eine neu gegründete „Bürgerinitiative Stadthalle” soll die Gelegenheit erhalten, ihre Vorstellungen darzulegen.

Nach Ansicht der Sozialdemokraten ist es an der Zeit, das Erbbaurecht, das Hotelprojektentwickler Hermann-Josef Schneider für die Stadthalle und das dazugehörige Grundstück eingeräumt wurde, zu beenden. Es sollten alle rechtlichen Möglichkeiten geprüft werden, das bestehende Vertragsverhältnis aufzulösen.

Im zweiten Schritt soll der Bürgerstiftung Düren die Trägerschaft für die Wiederinstandsetzung der Stadthalle und den späteren Betrieb übergeben werden.

„Immer deutlicher tritt zutage, dass der geplante Hotelneubau unter der Einbeziehung der denkmalgeschätzten Stadthalle nicht realisiert werden kann”, sagt SPD-Fraktionschef Henner Schmidt. Um weitere Schäden abzuwenden, sei eine Beendigung der „ohnehin rechtlich höchst problematischen Vertragsverbindung” mit Schneiders Gesellschaft unabdingbar.

Die Bürgerstiftung könne sich dagegen auf Pläne und Konzeptionen sowohl für die Instandsetzung der Halle, als auch für den späteren Betrieb stützen. Dabei geht es im Kern darum, aus der Halle wieder ein Veranstaltungs- und Tagungsort zu machen, der von einer Stiftung getragen wird. Finanzierungskonzepte und erste architektonische Entwürfe liegen dazu seit längerem vor.

„Solange der potenzielle Hotelbetreiber, die Sandton-Gruppe, an Bord ist, sollte man das aktuelle Projekt nicht abschreiben, auch wenn die Realisierung schwierig ist”, sagt CDU-Fraktionschef Karl-Albert Eßer zum SPD-Vorstoß. Er erinnert daran, dass die Stadt noch bis 2011 in vertraglichen Verpflichtungen mit Schneider steht. Sollte dessen Hotelprojekt nicht gelingen, habe aus CDU-Sicht der Bau eines Hotels an diesem Standort weiter Priorität. Wegen der schwierigen Haushaltslage der Stadt komme nur eine privatwirtschaftliche Lösung in Frage.

Anlass zu einer Sondersitzung des Rates sieht Eßer nicht. Es gebe ausreichend Sitzungen, in denen das Thema erörtert werden kann. Und die Öffentlichkeit sei zu jeder Ratssitzung zugelassen.
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