Stadtführer-Seminar: Von rechtlichen Konsequenzen beeindruckt

Von: gkli
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Petra Wollseifen kennt sich in Nideggen, speziell auf der Burg, bestens aus.

Nideggen. „Davon hatte ich mir in einigen Punkten mehr versprochen“, sagt Petra Wollseifen. „Vor allem hatte ich die Erwartung, dass für Stadtführungen in kleinen Orten wie Nideggen Tipps gegeben werden.“ Doch, so betont sie weiter, es war eine wertvolle Erfahrung, die noch intensiv nachklingt.

Die 43-Jährige nahm Anfang Oktober an einem zweitägigen Seminar für Stadtführer in Nideggen im „Schwarzen Haus“ teil, die von der Arbeitsgemeinschaft „Historische Ortskerne“ ausgerichtet wurde.

Der Arbeitsgemeinschaft steht die Nideggener Bürgermeisterin Margit Göckemeyer vor. Seit fünf Jahren arbeitet Petra Wollseifen auf der Burg Nideggen. Schwerpunktmäßig kümmert sie sich um das Feld Museumspädagogik, führt Kinder und Jugendliche, Schulklassen und Geburtstagsgesellschaften durch die historischen Mauern.

In diesem Zusammenhang wollte sie sich fortbilden. Das Seminar, das 20 Stadtführer aus ganz Nodrhrein-Westfalen besuchten, etwa aus Wesel und Bad Münstereifel, leitete Hans-Jürgen Nees. Der Seminarleiter ist gleichzeitig Chef der Akademie „Euro Tour-Guide“ mit Sitz in Neustadt (Hessen). Europaweit ist Hans-Jürgen Nees in Sachen Schulung und Fortbildung unterwegs und anerkannt. Der Fachmann zeigte den Teilnehmern in Nideggen die unterschiedlichen Facetten auf, die einen Stadtführer angehen. Vor allem die rechtliche Punkte, die die Touristenführer beachten sollten, beeindruckten Petra Wollseifen nachhaltig.

Ihr Fazit lautet: „Nach diesen ganzen Informationen werde ich wohl nie auf eigene Faust Stadtführungen anbieten.“ Wie sie beschreibt, präsentierte der Seminarleiter einige „Fälle“ und deren rechtliche Konsequenzen. Wie verhält sich ein selbstständiger Stadtführer beispielsweise, wenn einer seiner Kunden eine Treppe herunterfällt? Wer haftet dann? Oder was muss beachtet werden, wenn einem Teilnehmer die Führung nicht gefällt und er Regressforderungen stellt?

Dazu hatte Hans-Jürgen Nees nicht nur die passenden „Fälle“, sondern auch die dazugehörigen Gerichtsurteile parat. Weiter kam auch das Marketing zur Sprache und die Art und Weise, wie man sich und sein Angebot vorstellt.

Petra Wollseifen ist froh und zufrieden, dass sie für und im Nideggener Burgenmuseum arbeitet und nicht auf eigene Faust loszieht. Der Blick auf ihre Arbeit und ihre Kundschaft wurde durch das Seminar noch sensibilisiert.

Peter Esser, Sachbearbeiter der Stadt Nideggen und zuständig für das Seminarangebot, äußert sich überaus zufrieden. Auch die Rückmeldungen seien sehr zufriedenstellend, so gibt er Auskunft. Im November wird zum zweiten Mal ein derartiges Seminar in Nideggen angeboten, das bereits ausgebucht ist.

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