Düren - Stadt will DSL-Netz in Eigenregie ausbauen

Stadt will DSL-Netz in Eigenregie ausbauen

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Düren. Von einer leistungsfähigen Breitbandversorgung können Bewohner in Teilen der Dürener Außenbereiche nur träumen.

Viele Internetnutzer in Merken, Konzendorf, Berzbuir und Kufferath müssen sich immer noch mit Datenübertragungsraten von weniger als zwei Mbit begnügen. Dies ohne Aussicht, dass die Netzbetreiber den Netzausbau in naher Zukunft in Eigenregie angehen.

Deshalb will die Stadt die Wirtschaftlichkeitslücke mit Hilfe eines von Bund und Land aufgelegten Förderprogramms nun in eigener Regie schließen und die Übertragungsrate deutlich erhöhen. Denn ohne eine entsprechende Breitbandanbindung seien die Bemühungen, die für Düren wichtigen internetbasierten Unternehmen zu binden oder für den Standort zu interessieren zum Scheitern verurteilt, betont Wirtschaftsförderer Heinz Mannheims.

Die Mitglieder des Stadtentwicklungsausschusses sind sich daher einig, dass zwei Förderanträge gestellt werden sollen. Mannheims kalkuliert den Netzausbau in Merken und Konzendorf mit rund 225.000 Euro, in Berzbuir und Kufferath mit rund 260.000 Euro. Dabei rechnet er mit einer 75-prozentigen Förderung, so dass die Stadt für beide Maßnahmen noch rund 120.000 Euro aufbringen müsste.

Stefan Weschke (CDU), Vorsitzender des Stadtentwicklungsausschusses, geht davon aus, dass dies durch Umschichtungen im Doppelhaushalt 2012/13 möglich sei. „Wir müssen mit einer leistungsfähigen Netzinfrastruktur die Zukunftsfähigkeit der Stadtteile sichern”, betont Weschke. „Die Verfügbarkeit einer leistungsfähigen DSL-Infrastruktur ist ein wichtiger Standortfaktor.”

Noch vor zwei Jahren hatte sich der Stadtrat gegen eine Dürener Beteiligung an der Breitbandinitiative des Kreises Düren entschieden. Der Kreis hatte 1,5 Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket II zur Verfügung gestellt, unter der Voraussetzung, dass sich die Kommunen aus ihren KII-Mitteln zu 50 Prozent beteiligen.
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