Stadt und Kreis rücken enger zusammen

Von: Franz Sistemich
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Hand in Hand wollen Stadt und Kreis eng zusammenarbeiten, erklärten Bürgermeister Paul Larue und Landrat Wolfgang Spelthahn.
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Aus nach dem Schuljahr 2015/2016 oder Dependance der Bürgewaldschule: Die Zukunft der Cornetzhofschule ist noch ungewiss.

Kreis Düren. Sie beschworen die gute Zusammenarbeit in der Vergangenheit und kündigten wichtige Vorhaben für die kommenden Jahre an: Dürens Bürgermeister Paul Larue und Landrat Wolfgang Spelthahn wollen Herausforderungen der Zukunft in enger Zusammenarbeit zwischen Stadt und Kreis und breitem politischen Konsens gemeinsam lösen.

Beispielsweise das Stadthallen-Problem: Am Dienstag erläuterten die Christdemokraten aus Kreishaus und Rathaus die jüngsten Überlegungen, die älteren Plänen nahekommen. Auf dem knapp 6200 Quadratmeter großen Gelände könnten ein Hotel und ein Gebäudekomplex mit (Eigentums-)Wohnungen und Räumen für Dienstleistungen gebaut werden. Vorausgesetzt, es käme zu einer Einigung mit dem aktuellen Eigentümer des Areals. Die beiden Spitzenpolitiker sprachen von einem „interessierten Investor“. Konkreter wurden die beiden Christdemokraten am Dienstag aber nicht. In Zukunft will der Kreis Düren jedenfalls am „Runden Tisch“ zum Thema Stadthalle teilnehmen.

Einige Meter entfernt wollen Stadt und Kreis eine gemeinsame Kindertagesstätte bauen. Auf dem brachliegenden Grundstück an der Marienstraße soll die Kita unter gemeinsamer Trägerschaft entstehen. Es bestehe Bedarf für einen zusätzlichen innerstädtischen Kindergarten, betonten Larue und Spelthahn. Dem demografischen Wandel zum Trotz besuchen aktuell 100 Jungen und Mädchen mehr in Düren das erste Schuljahr als noch im Jahr 2012, und auch bei den Kita-Kindern stehen noch starke Jahrgänge bevor. Deshalb soll an der Marienstraße eine Kita gebaut werden, in der Jungen und Mädchen des kreiseigenen Kindergartens „Kreismäuse“ und andere Kinder aus der Stadt in einer sechsgruppigen Einrichtung gefördert werden.

Die Existenz der Cornetzhofschule ist derzeit nur bis zum Schuljahr 2015/2016 gesichert. Da sie die vom Land geforderte Schülerzahl von 144 Jungen und Mädchen nicht erfüllt, müsste sie aufgegeben werden. Aktuell besuchen 127 Jugendliche die Schule. Eventuell ist aber eine Zukunft der Cornetzhofschule als Dependance der Bürgewaldschule möglich. In Zukunft soll es jedenfalls unter dem Dach eines kreisweiten Zweckverbandes noch vier Förderschulen zwischen Jülich (Schirmerschule, St.-Stephanus-Schule) und Düren (Bürgewaldschule und Athenée Royal) geben. Bürgermeister und Landrat sicherten Eltern und Schülern jedenfalls für fünf Jahre Schulsicherheit zu.

Wie Paul Larue und Wolfgang Spelthahn auch erklärten, wird im Kreishaus ein Präventionsbüro eingerichtet, mit dessen Hilfe die Jugendarbeit in Stadt und Kreis „effizienter koordiniert“ werden soll. Die Zusammenarbeit vor allem im Bereich der Prävention soll auch vor dem Hintergrund steigender Kosten verbessert werden. „Wir haben viele Angebote, sie müssen aber besser vernetzt werden, um schon in den ganz frühen Jahren Kindern und ihren Eltern helfen zu können“, erklärten die beiden Verwaltungschefs diesen Schritt.

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