Stadt und Erzbistum liegen wegen des Geldes im Clinch

Von: sis
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Nideggen. Zwei Kindergärten im Nideggener Stadtgebiet beschäftigen Verwaltung und Kommunalpolitik.

Die Stadt Nideggen und das Erzbistum Köln liegen im Clinch wegen der katholischen Kindertagesstätte Heilig Kreuz in Wollersheim. In Schmidt möchte die Kommune das städtische Familienzentrum „Rappelkiste” zum Kindergartenjahr 2013/2014 an einen freien Träger abgeben.

Hintergrund in beiden Fällen: Die finanziell arg gebeutelte Kommune muss sparen.

Als neuen Träger in Schmidt favorisieren Politik und Verwaltung den Kreisverband der Arbeiterwohlfahrt. Der Kreis Düren als örtlicher Jugendhilfeträger hat, das gehört zum Verfahren, auch andere potenzielle Träger angeschrieben.

Die Johanniter und der Sozialdienst katholischer Frauen haben ihr Interesse bekundet. Die Gespräche zwischen Stadt und Kandidaten laufen nun. Möglicherweise zieht die „Rappelkiste” auch um: aus dem angemieteten Gebäude in die alte Grundschule, die umgebaut werden müsste. Entsprechende Planungen laufen.

Verzwickter ist die Situation im Wollersheimer Familienzentrum. Hier geht es um den städtischen Betriebskostenzuschuss. Die Stadt kündigte nur „die Vereinbarung über die Zuschüsse”, wie Bürgermeisterin Margit Göckemeyer erklärte, und unterbreitete dem Erzbistum ein Angebot: im ersten Jahr Senkung des Zuschusses um 50 Prozent, im zweiten Jahr dann auf 30 Prozent und in den folgenden drei Jahren auf jeweils zehn Prozent. Dann soll es nichts mehr geben, wie von der Politik beschlossen. Das Bistum kündigte im Gegenzug die Trägerschaft zur Mitte des nächsten Jahres. Nun wird verhandelt.

Der Kreis Düren als Träger der örtlichen Jugendhilfe ist involviert. Stadt und Kreis hoffen, dass es in der bewährten Konstellation weitergeht. Auf jeden Fall wird es die Einrichtung in Wollersheim auch über das kommende Kindergartenjahr hinaus geben.
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