Stadt stellt sechs neue Litfaßsäulen für die Kultur bereit

Von: bugi
Letzte Aktualisierung:
13217357.jpg
Drei Litfaßsäulen wie hier an der Wilhelmstraße sind erhalten geblieben, sechs neue werden bald aufgestellt.

Düren. Die Stadt Düren wird in der Innenstadt sechs neue Litfaßsäulen aufstellen, die künftig von der „Endart“ und dem „Komm“-Zentrum kostenlos genutzt werden können. Im Gegenzug verpflichten sich die beiden Kulturträger, sich um Pflege und Wartung der Litfaßsäulen zu kümmern. Ein entsprechendes Vertragsangebot der Stadt soll noch in dieser Woche unterschrieben werden.

Ende 2015 hatte die Stadt Düren die Bewirtschaftung der 51 Dürener Litfaßsäulen neu ausgeschrieben. Das Ergebnis fiel ernüchternd aus: Die Deutsche Plakatwerbung riss im Februar die Litfaßsäulen ab, um sie nachfolgend durch moderne Glasvitrinen zu ersetzen.

Das stieß auf Protest bei der Politik – die den entsprechenden Vertrag allerdings zuvor abgesegnet hatte – und bei den freien Kulturträgern, die die Werbeträger kostenlos nutzen durften, um auf ihre Veranstaltungen hinzuweisen. Gerade mal drei Litfaßsäulen konnten gerettet werden. Der Verlust der Werbeflächen machte sich denn auch prompt bei den Kulturinitiativen bemerkbar.

So sprach Dirk Boltersdorf von einem „spürbaren Rückgang“ bei den Besucherzahlen, Thomas Lüttgens vom „Komm“ musste nach einem schleppenden Kartenverkauf gar Veranstaltungen absagen – erstmals in über 20 Jahren.

Tiefbauamtsleiter Heiner Wingels hatte daraufhin angeboten, sechs neue Litfaßsäulen im Innenstadtbereich zu errichten, wenn sich die Vereine um Pflege und Wartung nutzen würden. Wingels: „Der entsprechende Vertrag liegt den beiden Initiativen vor. Wir warten jetzt auf deren Unterschrift.“ Die soll zügig erfolgen, wie Thomas Lüttgens und Dirk Boltersdorf versichern.

Lüttgens: „Ich sehe keine größeren Bedenken bei dem Vertrag. Wir werden das machen.“ Die Unterschrift soll bis Ende der Woche erfolgen, so auch Boltersdorf, der allerdings darauf verweist, dass neben Pflege und Wartung der Litfaßsäulen auch das Problem des wilden Plakatierens auf die Vereine verlagert werde und dies einen erheblichen Aufwand bedeute. Dennoch ist er mit der Lösung, künftig wieder neun Litfaßsäulen für Veranstaltungen nutzen zu können, zufrieden.

Wann die 20 neuen Glasvitrinen der Deutschen Plakatwerbung in der Innenstadt aufgebaut werden, ist noch unklar. Im Mai waren die entsprechenden Standorte bereits ausgesucht worden. Eine Baugenehmigung für die Vitrinen, die künftig auch für das Stadtmarketing von Düren genutzt werden sollen, liegt inzwischen vor.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert