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Stadt Nideggen soll sich in Schar der Trianel-Gegner einreihen

Von: sis
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Nideggen. In die Schar der Gegner des von Trianel geplanten Pumpspeicherkraftwerkes am Rursee wird sich wohl auch Nideggen einreihen: Der Haupt- und Finanzausschuss hat mit den Stimmen von CDU, SPD, FDP und den Menschen für Nideggen als Empfehlung an den Stadtrat beschlossen, das Pumpspeicherkraftwerk abzulehnen.

Das Nein-Votum des Rates soll in einer Sondersitzung abgegeben werden. Die wurde auf Dienstag, 4. Dezember, terminiert.

Die Sondersitzung findet damit eine Woche vor der angesetzten Ratszusammenkunft statt, weil ebenfalls am 11. Dezember in Köln der Erörterungstermin zu den Anregungen angesetzt ist, die im sogenannten Regionalplanänderungsverfahren auch von der Stadt Nideggen eingereicht wurden. CDU, SPD und FDP hatten das Thema Pumpspeicherkraftwerk kurzfristig auf die Tagesordnung gesetzt. Mit Hinweis auf den Termin in Köln und die Stellungnahme der Stadt vom März meinte Bürgermeisterin Margit Göckemeyer, ein Votum sei jetzt nicht nötig und habe auch keinen Einfluss.

Die Mehrheit des Haupt- und Finanzausschusses sah dies anders: „Seit März hat sich ein ganz anderes Stimmungsbild ergeben, das man so schnell wie möglich nach Köln übermitteln sollte“, sagte beispielsweise CDU-Ausschussmitglied Hubert Müller. Auch SPD-Fraktionsvorsitzender Wolf Dieter Keß befand: „Die Parameter haben sich geändert. Auch wenn ein derartiger Beschluss jetzt keinen formalen Einfluss hat, macht er doch bei den Beteiligten Eindruck.“

Klaus Droste (Grüne) verteidigte das geplante Pumpspeicherkraftwerk unter anderem mit dem Hinweis, die strukturschwache Gegend mit dem bisschen Tourismus könne nicht auf viel Geld verzichten. Erwin Fritsch (Menschen für Nideggen) sprach von einer „Uralt-Technik“ des Kraftwerks und sagte, er werde in seiner Fraktion für ein Nein werben.

Norbert Klöcker, der Unabhängige, schlug vor, in der Sondersitzung Befürworter wie Gegner und andere Betroffene wie die Tourismusbranche zu hören. Sein Vorschlag fand keine Mehrheit. Die Mehrheit will das Nein.

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