Stadt Nideggen muss die Gebühren für die Leichenhallen erhöhen

Von: ale
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Nideggen. Die Kalkulation der Friedhofsgebühren gab am Dienstagabend im Haupt- und Finanzausschuss der Stadt Nideggen Anlass zu reger Diskussion.

Ein knapp 30 Seiten umfassendes Papier lag vor, es enthielt eine ausführliche Kalkulationsberechnung zu allen Friedhöfen und Leichenhallen im Stadtgebiet. Einige Gebühren können gesenkt werden, andere werden steigen, so zum Beispiel die Gebühr für die Benutzung der Leichenhalle.

Besonders in Wollersheim gibt es Widerstand gegen diese Gebühr. Hubert Müller, der Ortsvorsteher von Wollersheim, stellte klar: „Ich möchte nicht, dass in unserem Ort Kosten berechnet werden, die dort gar nicht anfallen.“ Er bezog sich auf die oben genannte Gebühr, die nach der neuen Kalkulation der Verwaltung im ganzen Stadtgebiet ab 2014 einheitlich 199 Euro betragen sollen. Hubert Müller machte geltend, dass in Wollersheim die Heilig-Kreuz-Kirche als Leichenhalle diene, hier entstünden der Stadt keine Kosten. Bürgermeisterin Margit Göckemeyer sah sich genötigt zu erklären: „Die Grundsätze bei einer Gebührenberechnung sind, dass alle Kosten, die der Stadt insgesamt entstehen, auf alle Nutzer aufgeteilt werden, so dass die Gebühren für alle gleich sind. Wir sind eine Solidargemeinschaft! Die Aufgabe der Ortsvorsteher ist es auch, die Position der Stadt Nideggen zu vertreten.“

Die Kosten aufteilen

Göckemeyers Allgemeiner Vertreter Dieter Weber wies darauf hin, dass die Zahl der Erdbestattungen rückläufig sei, dass man aber nicht umhin käme, die Kosten für die wenigen Nutzungen auf die Nutzer aufzuteilen. Erwin Fritsch (Menschen für Nideggen) schlug vor, in die Ortsteile zu gehen, um herauszufinden, ob nicht das Ortskartell oder der Ortsvorsteher Möglichkeiten sehe, die Bewirtschaftungskosten der Leichenhalle zu übernehmen; dies könne er sich in Wollersheim und Embken vorstellen.

Die Bürgermeisterin entgegnete, eine solche Aktion sei nicht in zwei Monaten abgeschlossen; sie pochte darauf, jetzt zu einem Entschluss zu kommen und dabei das Vorhaben, mit den Ortsvorstehern zu sprechen, nicht aus den Augen zu lassen; dann könnten ab Oktober für die neue Gebührensatzung solche Überlegungen einfließen. Dies nahm der Haupt- und Finanzausschuss mit großer Mehrheit an, er wird dem Rat der Stadt die neue Gebührensatzung zum Beschuss empfehlen.

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