Nideggen - Stadt Nideggen kauft sich keine Webcam

Stadt Nideggen kauft sich keine Webcam

Von: sis
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Nideggen. Rund 80 Prozent der Biber in Nordrhein-Westfalen leben im Bereich der Eifel und der Rur. In den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurden sie angesiedelt, sind praktisch ein Alleinstellungsmerkmal für die Region.

Diesen Aspekt will die Biologische Station des Kreises Düren nutzen, um Landesgelder und Mittel der Europäischen Union für ihr Projekt mit dem Arbeitstitel „Biber erleben” zu erhalten. Bis Ende März muss bei der Bezirksregierung in Köln ein Antrag vorliegen. Bisher gibt es eine Art Skizze. Vor dem Ausschuss für Stadtentwicklung und Tourismus erläuterte am Dienstag Lutz Dalbeck, der stellvertretende Leiter der Biologischen Station im Nideggener Stadtteil Brück, die Überlegungen. Das Netzwerk

Die Brücker wollen mit Kooperationspartnern - von Schulen über Fortbildungsstätten und Jugendgästehäusern bis hin zu Museen und Zoos in der Region und den Ballungsräumen - ein Netzwerk gründen, in dem die Rureifeltourismus mit Blick auf die Vermarktung eine gewichtige Rolle spielen soll. Gerade der Biber ist laut Dahlbeck das richtige Tier: „Wenn wir Exkursionen anbieten, melden sich bis zu 200 Personen an, um sich über die Arbeit dieses Landschaftsgestalters zu informieren.”

Im Antrag an die Bezirksregierung kann Lutz Dalbeck auf auch eine wohlwollende Haltung der Stadt zu einem möglichen Bibergehege im Schmidter Wildpark verweisen. „Die Option sollten wir uns offenhalten”, sagten übereinstimmend Erwin Fritsch, der Fraktionsvorsitzender der Menschen für Nideggen, und die Grünen-Sprecherin Gudrun Zentis. Wohlwollend besagt: Die Stadt verpflichtet sich angesichts ihrer finanziellen Lage zu nichts. Die Einrichtung eines Geheges in Wildpark, in dem sich schon einmal eine Biberkolonie aufhielt, könnte bis zu 400.000 Euro kosten. Diesen Betrag bräuchte die Stadt zwar nicht aufzubringen. Sie müsste allerdings die Folgekosten tragen.

Eben wegen ihrer Finanzlage verzichtet die Stadt auch auf eine Webcam. Kameras gibt es schon für 800 Euro brutto. Da auch andere Kosten anfielen wie Installation und Konfiguration, Tätigkeiten für den Bauhof und Elektriker, wenn die Kamera beispielsweise im Rathaus-Türmchen installiert würde, sieht die Verwaltung wegen der Frewilligkeit der Ausgabe keine Möglichkeit für den Kauf einer Webcam.
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