Düren - Stadt Düren will wildes Fahrrad-Parken unterbinden

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Stadt Düren will wildes Fahrrad-Parken unterbinden

Von: smb
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Die Stadt will das wilde Fahrradparken an der Bahnhofsüdseite unterbinden. Foto: Berners

Düren. Die Kritik der Arbeitsgemeinschaft „Pro Rad“ und die Nachfragen unserer Zeitung zeigen Wirkung: Die Stadt Düren will sich nun um einige Probleme an der Südseite des Bahnhofes kümmern. Die Rollerbesitzer, die ihre Fahrzeuge im Weg statt auf den etwas weiter weg gelegenen Abstellflächen parken, müssen mit Knöllchen rechnen – und auch die unter dem Vordach im Weg stehenden Räder rücken in den Fokus des Ordnungsamtes.

Das teilt dessen stellvertretender Leiter Matthias Rothkranz auf Nachfrage mit. „Zunächst werden wir mit Hinweisschildern arbeiten, um die Radfahrer auf die Situation aufmerksam zu machen“, sagt Rothkranz. Erst im nächsten Schritt könnten dann auch Fahrräder quasi „abgeschleppt“ werden. 

Das südliche Gelände vor dem Bahnhofeingang hat die Stadt noch für ein paar Jahre von der Deutschen Bahn gepachtet, und damit ist sie auch für die Situation zuständig. Um das Problem zu lösen, müssten aus Sicht von „Pro Rad“ aber auch weitere kostenlose Abstellmöglichkeiten draußen geschaffen werden.

Dafür wäre dann das Tiefbauamt der Stadt zuständig. Dessen Leiter Heiner Wingels sagt, dass er ungern weitere unentgeltliche Konkurrenz für das Fahrradparkhaus schaffen möchte. „Außerdem gibt es genug Parkplätze, wenn auf der Nordseite der Schrott wegkäme. Danach können wir über neue Bügel sprechen.“

Die Zuständigkeit auf der Nordseite des Bahnhofes, wo zahlreiche Schrottfahrräder die Abstellbügel blockieren, liegt nämlich woanders. „Hier kann die Stadt nichts tun“, sagt Uwe Schmitz vom Tiefbauamt. Als das Gelände noch in Händen der Stadt war, habe es Aktionen gegeben, bei denen störende Räder entfernt worden seien. „Wir haben zunächst Infozettel an den Rädern befestigt und sie dann zwei Wochen später entfernt“, erklärt Schmitz.

Räder, die noch Substanz hatten, wurden entweder bei der Low-tec wieder fit gemacht oder von der Stadt versteigert. Andere mussten auf den Schrottplatz gebracht werden. Diese Möglichkeit hätte nach Angaben der Stadt auch die Deutsche Bahn. Diese hat eine entsprechende Anfrage unserer Zeitung bislang allerdings nicht beantwortet.

Vor allem wenn der ÖPNV weiter gestärkt werden soll, müssen für Rad- und Bahnpendler bessere Voraussetzungen geschaffen werden, um das Spannungsfeld zu entschärfen. An dieser Stelle sehen viele die Städte, so wie Düren, aber auch die Bahn in der Pflicht.

Die Frage, warum die Räder von niemandem abgeholt werden, erklärt Schmitz damit, dass es sich oftmals um geklaute Räder handele, die dort abgestellt würden. Eine weitere Erklärung ist, dass die Eigentümer ihre Räder nicht mehr mitnehmen, weil schon Reifen, Lenker oder andere Teile geklaut worden sind.

Dass die Pendler ihre Zweiräder sofort vor dem Eingang abstellen, hat verschiedene Gründe: Zum einen genießen sie den kürzeren Fußweg, zum anderen wähnen sie ihre Räder an einem frequentierten Platz in größerer Sicherheit, und die Überdachung hat bei Regen eben auch einen praktischen Zusatzeffekt. Die Probleme rund um den Bahnhof sind also vielschichtig.

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