Stadt Düren baut Kita-Platz-Angebot weiter aus

Von: rip
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Uber Mittag in der Kindertagesstätte: Das Betreuungsangebot für unter Dreijährige stockt die Stadt 2009 um weitere 62 Plätze auf. Foto: ddp

Düren. Familie und Job: Immer mehr berufstätige Frauen wollen weder auf das eine noch das andere verzichten. Darauf hat die Bundesregierung 2008 mit dem Gesetz zur frühen Bildung und Förderung von Kindern (KiBiz) reagiert und den Ausbau der Kinderbetreuung forciert.

Seither wurde das Gesetz in der Öffentlichkeit kritisch diskutiert. Zu hohe Belastungen in zu kurzer Zeit kreidete man an.

„Es gibt natürlich Probleme”, sagt Thomas Floßdorf, Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses. „Aber das Kibiz hat eindeutig mehr Licht als Schatten gebracht.” Mit CDU-Fraktionschef Karl-Albert Eßer stellte er am Dienstag das Betreuungsangebot in der Stadt für das Kindergartenjahr 2009/2010 vor.

Um 62 Plätze - von 120 auf 182 - aufgestockt wird bis Sommer das Angebot für unter Dreijährige in den Kindertagesstätten. Bei den Tagespflegeeinrichtungen (Tagesmütter) geht es rauf von 100 auf 122. Über 14 Prozent der Kleinsten werden im Stadtgebiet dann versorgt sein. Das hört sich zunächst nicht viel an. Doch die Quote relativiert sich, blickt man genauer auf die Zahlen.

2007 vor dem Kibiz, konnten gerade mal 46 Kinder unter drei Jahren eine Einrichtung besuchen. Seither gab es also eine Steigerung um das Vierfache. Zufrieden ist Floßdorf dennoch nicht: „Gerne hätten wir mehr Plätze geschaffen. Doch die will einerseits das Land nicht finanzieren. Anderseits fehlen den Trägern die Voraussetzungen dafür.”

Daher sei eine stetige Entwicklung der richtige Weg. Eine andere Möglichkeit, fehlende Kapazitäten auszugleichen, bestehe im Einsatz von Tagesmüttern. „Sie können einzelne Kinder in den Randzeiten, vor acht Uhr morgens oder am Abend, in den Kitas betreuen. So kann die Versorgung flexibler angepasst werden.” Dieses Modell folgt französischem Vorbild und wäre das erste dieser Art in NRW. Bis 2013/2014 soll die U-3-Betreuungsquote auf 35 Prozent steigen.

Ein gemeinsames Ziel

Eine weitaus höhere Abdeckung erreicht die Stadt bei den Drei- bis Sechsjährigen. Einem Bedarf von 2831 Plätzen stehen in allen Einrichtungen 2532 Plätze gegenüber. Damit sind über 89 Prozent abgedeckt. Insgesamt sind Floßdorf und Eßer mit den Zahlen zufrieden. Damit aber in Zukunft alle Eltern auf Wunsch einen Krippenplatz bekommen, ist Beharrlichkeit gefragt. Floßdorf: „Die Akteure haben alle das gleiche Ziel: Alle Kinder unterzubringen. ”
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