St. Mokka: Generalvikariat kündigt Abschlussprüfung an

Von: sj
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Aachen/Schmidt. Von einer „Rolle rückwärts ins Mittelalter” sprechen die acht ihres Amtes enthobenen Kirchenvorsteher der Pfarre St. Hubertus in Schmidt und fürchten, dass die Gemeinde mit Nideggen fusioniert werden soll.

Auch sei ihre Absetzung und die vom Bistum beschlossene Einsetzung eines Vermögensverwalters rechtswidrig.

„Wir sollten in dieser Situation wieder ein Stück Sachlichkeit in die Diskussion bringen”, wies Rolf-Peter Cremer vom Bischöflichen Generalvikariat am Montag die Kritik der Schmidter zurück. Weder gebe es „Überlegungen auf Seiten des Bischofs, Pfarren im ländlichen Raum zu fusionieren”, noch habe das Generalvikariat die acht Kirchenvorsteher mundtot machen wollen, sagte der Vertreter des Generalvikars.

Nicht der gesamte Kirchenvorstand sei abgelöst worden, wie die Schmidter den diesbezüglichen Paragraphen des Vermögensveraltungsgesetzes zitieren, sondern acht einzelne Mitglieder, weil diese Interna preisgaben. „Hätte jemand die entsprechende Publikation nicht unterschrieben, wäre er noch im Amt”, sagte Cremer. Das Generalvikariat habe rechtlich keine andere Möglichkeit gehabt. Der Verwalter sei eingesetzt worden, um die Amtsgeschäfte geregelt fortzuführen.

„Ein Kirchenvorstand ist kein Gremium wie ein Gemeindeparlament. Es tagt niemals öffentlich, daraus resultiert die Verschwiegenheitspflicht”, sagte Karl Dyckmans, der Justitiar des Bistums. Die Amtsenthebung sei eine rein formale Sache. „Die inhaltlichen Fragen sind weiterhin offen”, betone Rolf-Peter Cremer.

Biste bittet um Revision

Er kündigte eine Abschlussprüfung des Falles und der Vorwürfe der ehemaligen Kirchenvorsteher an. Auch Pfarrer Biste habe um Revision gebeten. Cremer betont jedoch, dass Hinweise auf eine schwierige Zusammenarbeit im Kirchenvorstand bisher offiziell nur vom Pfarrer kamen. „Die Kirchenvorsteher fehlten beispielsweise bei der Visitation des Weihbischofs und bei einem Klärungsgespräch im Sommer”, sagt Cremer. Diese Möglichkeiten, Probleme anzusprechen, seien nicht genutzt worden. Ebenso habe es keine dienstrechtliche Beschwerde über den Pfarrer gegeben.
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