St.-Laurentis: Eintauchen in Besinnlichkeit und Nachdenklichkeit

Von: han
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Merzenich. Sonntägliche Erbauung einmal anders: Eingebettet in den Gottesdienst führte die Cappella Villa Duria in der Merzenicher St.-Laurentis-Kirche Antonin Dvoraks Messe in D-Dur op. 86 für Soli, Chor und Orgel auf. Eine musikalische Gestaltung, die gekennzeichnet war von einem gefühl- und stimmungsvollen Fluss. Man konnte eintauchen in Besinnlichkeit, Versonnenheit und Nachdenklichkeit.

Der harmonische Reichtum dieser Komposition öffnete den Zuhörern den Blick nach Innen. Der Oratorienchor unter der Leitung von Johannes Esser stand für exzellente Ausgewogenheit. Melodiöser, samtweicher und - wenn nötig - kraftvoller Chorklang durchzog des Kirchenschiff und beeindruckte durch die ausgezeichnete Balance zwischen den verschiedenen Stimmen.

Das Dirigat von Johannes Esser ließ keine Unausgewogenheiten, aber auch keine lyrisierenden Phasen zu. Ein souveräner Chor, der scheinbar mühelos mit den Dynamikwechseln umging, den Ton und die Ausstrahlung traf, damit Dvoraks Stimmungsbilder erlebbar wurden. Natürlichkeit auch bei den Solisten, die ihren Part als intime Erzählung vor den Chorstimmen auffassten.

Eva-Maria Bauchmüller (Sopran), Kathrin Bücher (Alt), Johannes Esser (Tenor), und Wolfgang Tombeux (Bass) verzichteten auf Effekte, setzten auf sparsame poetische Gestaltung. Die Musik stand im Vordergrund.

Angenehm wohltönend Sopranistin und Tenor, warm und voll die Altistin, solide und verlässlich der Bass: Wie die Solisten sangen auch die Chorstimmen, so dass sich ein weicher Gesamtklang ergab. Fesselnde Klangfarben, bewegender liturgischer Wechselgesang, volksliedhafte Melodien, klangintensive und ergreifende Ausstrahlungen, Solisten und Chor zeigten sich von der besten Seite und ließen ihre Verbundenheit mit dem Werk erkennen.

Ein idealer Partner war an der Orgel Peter Mellentin, der in seiner Begleitung dem Chor und den Solisten den Raum zur Entfaltung gab, aber auch mitgestaltete.

Nach der gelungenen Premiere in St. Laurentius folgen in Düren weitere Aufführung am Sonntag, 20. Februar, um 11 Uhr in St. Joachim in der Nordstadt und am Sonntag, 27. Februar, 11 Uhr in der Marienkirche.
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