St.-Lambertus-Schützen: Fahnen werden durch den Wald getragen

Von: mie
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Es geht weiter im neuen Ort: Morschenichs Königspaar Udo und Daniela Wirtz, der neue Jungschützenprinz Nico Wirtz sowie der neue Schülerprinz Till Dohmes. Foto: Alina Miebach

Morschenich. Die St.-Lambertus-Schützenbruderschaft Morschenich, gegründet Anno 1458, wird nach fast 560 Jahren Brauchtum und Tradition schon bald ihre angestammte Heimat verlieren und muss mit den Bürgern aus Morschenich dem Tagebau Hambach weichen.

Da schon lange die Mehrzahl der Mitglieder im neuen Ort wohnt, entschied sich die Bruderschaft, Abschied von Morschenich-Alt zu nehmen. Unter dem Motto „Morschenich zieht um – Die St.-Lambertus-Schützenbruderschaft nimmt Abschied“, feierte die Schützenbruderschaft mit den Bruderschaften des Bezirksverbands Düren-Nord das Schützenfest gleichzeitig als Bezirksbundes-Schützenfest. Kein gewöhnliches Schützenfest, denn es war das letzte Fest im Heimatort Morschenich und gleichzeitig auch ein Neuanfang in Morschenich-Neu.

Mit einer „Good Bye-Party“ für Jung und Alt am Freitagabend, einem Sternmarsch mit großen Zapfenstreich und dem Festball des scheidenden Königspaares Ralf und Anke Jansen sowie der Jungschützenprinzessin Kimberly Jansen und der Schülerschützenprinzessin Celine Wirtz – die auch gleichzeitig die Würde der Bezirks-Schülerschützenprinzessin des Bezirksverbands Düren-Nord errungen hatte – verabschiedete sich die Schützenbruderschaft am Samstagabend mit Wehmut und schönen Erinnerungen vom Dorf Morschenich.

Am Sonntagmorgen wurde in der Kirche St.-Lambertus im alten Ort ein festlicher Gottesdienst von Präses Pfarrer Heinz Dieter Hamachers zelebriert, an dem befreundete Bruderschaften und der Bezirksverband Düren-Nord mit ihren Fahnenabordnungen teilnahmen. Der Bürgermeister des Zentralortes Merzenich und Schützenmitglied Georg Gelhausen (CDU) gestaltete mit seinen Söhnen musikalisch die Messe.

Im Anschluss erfolgten die Kranzniederlegung am Ehrenmal, die letzte Parade vor der Kirche und schließlich die Verabschiedung der Fahnen. Die Teilnehmer am Gottesdienst in St.-Lambertus Morschenich wurden mit Shuttlebussen vom Festplatz des neuen Ortes aus und wieder zurückbefördert.

Der Shuttlebus

Für die Bewohner beider Ortsteile wurde zudem an den Schützenfesttagen ein ständiger Shuttleverkehr eingerichtet. Die Fahnenträger überführten die traditionellen Fahnen und Standarten der Bruderschaft zu Fuß durch den Bürgewald in die neue Heimat nach Morschenich-Neu. Während des Frühschoppens im Festzelt in Morschenich-Neu wurden die Fähnriche mit Bruderschaftsfahnen unter klingendem Spiel empfangen.

Im Anschluss fand der erste Festzug im neuen Ort – wenn auch noch auf Baustraßen – statt. Bei einem Dämmerschoppen mit Platzkonzert der „Zierte Jonge“ klang dieser Tag des Übergangs im Festzelt aus.

Am Montagmorgen zelebrierte Präses Hamachers im Festzelt Morschenich-Neu einen Gottesdienst für die lebenden und verstorbenen Mitglieder der Bruderschaft. Im Anschluss lud man alle Anwesenden zu einem gemeinsamen Frühstück ein. Mit dem Frühschoppen nahm das Schützenfest dann wieder seinen gewohnten Ablauf.

Der erste Ball

So wurden am Abend das neue Königspaar Udo und Daniela Wirtz, der neue Jungschützenprinz Nico Wirtz, sowie der neue Schülerprinz Till Dohmes gekrönt. Im Anschluss daran wurde dann erstmals der große Königs- und Prinzenball der neuen Majestäten in Morschenich-Neu abgehalten.

Der Tagebaubetreiber RWE-Power sowie die Gemeinde Merzenich trugen dazu bei, dass das Fest in dieser Form möglich war. So übernahm RWE Power die Kosten für das Festzelt in Morschenich-Neu und den Shuttlebus zwischen den Orten.

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