St. Cyriakus eröffnet nach Renovierung an Allerheiligen

Von: Stephan Johnen
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Der erste Bauabschnitt ist beinahe abgeschlossen: In der Grabes- und Auferstehungskirche St. Cyriakus Niederau stehen 383 Grablegen, in denen die Urnen versenkt werden, zur Verfügung. Foto: Stephan Johnen

Niederau. Die Grabes- und Auferstehungskirche St. Cyriakus soll ein Ort der Stille und Trauer sein, aber auch ein Ort der Verkündung und der frohen Botschaft, an dem regelmäßig Gottesdienste gefeiert werden. „St. Cyriakus ist kein überbauter Friedhof. Es ist ein Raum, in dem Menschen mit dem Wort Gottes in Berührung kommen“, betont Pfarrer Ernst-Joachim Stinkes.

Seit dem Sommer wird die ehemalige Pfarrkirche umgebaut, am Sonntag, 1. November, wird um 18 Uhr mit Weihbischof Johannes Bündgens die Eröffnung der ersten Grabeskirche der Region Düren gefeiert.

1111 Urnengrabstätten

1111 Urnengrabstätten sollen in drei Ausbaustufen geschaffen werden. Mit der nun abgeschlossenen ersten Stufe, die fast 400.000 Euro gekostet hat, stehen 383 Grablegen aus Metall zur Verfügung. Einzelgräber kosten für 20 Jahre 2500 bis 3500 Euro.

Angehörige können für die Gestaltung der Grabplatte verschiedene Steintypen wählen, anonyme Bestattungen gibt es nicht. Ein farbig abgesetzter Boden deutet bis zur Fertigstellung aller Grablegen, die nach Bedarf erfolgt, den Fluss des Lebens an. „Das Interesse an dieser würdevollen Form der Bestattung ist sehr hoch“, sagt Dr. Ulrich Flatten vom Kirchenvorstand. Etwa zehn Prozent der Grabstellen seien bereits verkauft.

Von den ausgebauten Kirchenbänken aus dem Jahr 1905 verbleiben vier in St. Cyriakus, eine Bank steht künftig in der Antoniuskapelle. „Die übrigen Bänke gehen nach Bergisch-Gladbach, wo sie in einer neogotischen Kirche aufgestellt werden“, berichtet Ernst-Joachim Stinkes. Für die Grabes- und Auferstehungskirche wurden 100 Stühle bestellt.

Nach dem Trauergottesdienst wird die Gemeinde vom Altar zum Taufbecken ziehen, an dem ein Segensgebet gesprochen wird. Die Urne wird anschließend zu einer Grablege gebracht, die noch im Rahmen der Zeremonie verschlossen wird.

„Dieser sichtbare Abschluss ist auch psychologisch wichtig“, erklärt Pfarrer Stinkes. In einem „Buch des Lebens“ sind die Namen der Menschen aufgelistet, die in St. Cyriakus ihre letzte Ruhestätte gefunden haben. Der Gedenkgottesdienst für alle Verstorbenen der Pfarre St. Lukas soll auch dort stattfinden. Auch ohne Beisetzung in der Grabeskirche steht St. Cyriakus für alle Trauergottesdienste offen. Nachgefragt

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