St. Clemens singt Mozarts „Missa brevis“

Von: Bruno Elberfeld
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Kantor Peter Mellentin dirigiert das geistliche Konzert in St. Clemens in Heimbach. Foto: bel

Heimbach. Im Mittelpunkt des Konzerts in der Heimbacher St. Clemens Kirche stand die „Missa brevis C-Dur“ von Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791). Untertitelt ist das Werk mit „Orgelsolomesse“. Am Orgelpostiv, einer kleinen, verschiebbaren Orgel mit einem Manual, saß Rudolf Kaiser.

 Ihm zur Seite saßen Christian Reinkober und Daniele Terhorst an Violinen, und Sibylle Nöllgen am Violoncello. Gemeinsam bildeten die Musiker ein Instrumenten-Quartett, das die eigentliche vorgesehene große Orgel ganz gut ersetzte.

Vor Jahren bereits feierte der St.- Clemens-Chor seinen 125. Geburtstag. Damals war der Notensatz der Missa brevis von Mozart unter den Geschenken. Und das war ein gut überlegtes und sinnvolles Präsent, wie noch heute die Beteiligten urteilen. Sowohl Kantor und Chorleiter Peter Mellentin als auch den Sängerinnen und Sängern, merkte man beim Konzert an, dass sie diese Messe Mozarts mögen.

Sie haben sie so verinnerlicht, als wären die Noten ein Teil von ihnen geworden: Der Chor ließ am Tag nach den schrecklichen Anschlägen von Paris Kyrie, Gloria, Credo, Sanctus und Benedictus zu Gebeten werden. Ganz besonders wichtig das Agnus Dei, in dem die Beter mit „Dona nobis pacem“ um Frieden in einer unserer Welt bitten.

Der Missa brevis gingen Werke verschiedener Komponisten vom 17. bis 20. Jahrhundert voraus. Mit dem „Praeludium in e-Moll“ von Nikolaus Bruns (1665-1696) leitete Peter Mellentin auf der großen Orgel das Konzert ein. Es folgte das Chorwerk „Alta Trinita Beata“ eines unbekannten Komponisten aus dem 15. Jahrhundert. Mit dem „Exultate Deo“ von Alessandro Scarletti (1660-1750) schritten die Musiker ins 17. und 18. Jahrhundert.

„Wohl, dass ich Jesum habe“ aus der Kantate BWV 147 ist ein musikalisch breit angelegtes Werk – unverkennbar vom Meisterkomponisten des Barock, Johann Sebastian Bach (1685-1750). Es war ein Meilenstein auch an diesem Konzertnachmittag in St. Clemens. Danach konnte es die Kirchenorgel mit Franz Liszt´(1811-1886) „Ave Maria“ für „Orgel solo“ etwas bescheidener und zurückhaltender angehen. Es ist ein leises Werk, ungewöhnlich für Kompositionen des Tastenvirtuosen.

Eine überzeugende Leistung erbrachten die Sängerinnen und Sänger mit „Esti dal“, einem Abendlied von Zoltán Kodály (1882-1967) in ungarischer Sprache. „Ubi caritas et amor, Deus ibi est“ (Wo Achtung und Liebe ist, dort ist Gott), komponiert von Maurice Duruflé (1902-1986) gab den Männern und Frauen in den Kirchenbänken Hoffnung. Sie mussten nur hinhorchen.

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