St.-Angela-Schulgesellschaft: Kompliziert, aber belastbar

Von: Fred Schröder
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Die Angelaschule ist ihr Lebenswerk: Schwester Irmgardis wurde für ihren Einsatz zum Erhalt der Bildungseinrichtung gefeiert. Geschäftsführer Wolfgang Habrich schenkte ihr das erste Exemplar einer Broschüre über zehn Jahre Schulgesellschaft. Foto: Schröder

Düren. Diese Schule hat eine Zukunft. Da waren sich die Gratulanten einig. Die St.-Angela-Schulgesellschaft besteht zehn Jahre - und geht mit Optimismus in das zweite Jahrzehnt. Dabei sah vor zehn Jahren die Zukunft gar nicht rosig aus.

Der Konvent der Ursulinen konnte die Schule aus finanziellen und personellen Erwägungen nicht weiter führen, und das Bistum Aachen lehnte eine Übernahme ab. „Die Finanzkrise war damals schon absehbar. Deshalb mussten wir das Stoppschild aufstellen”, begründete Pfarrer Rolf-Peter Cremer aus dem Generalvikariat in der Feierstunde das damalige Nein des Aachener Bischofs.

In bewegten und bewegenden Worten erinnerte die 1993 zur Oberin der Ursulinen gewählte Schwester Irmgardis an die letzten Monate vor der Jahrtausendwende: „Plötzlich stand ich in der Verantwortung der Arbeitsplätze für 80 Lehrer.” Aber die Ordensschwester hatte einen Verbündeten, der Mut machte: „Die Solidarität des Personals; niemand ist gegangen”, sagt Schwester Irmgardis heute stolz, wenn sie auf die turbulente Zeit mit unzähligen Telefonanten, Verhandlungen und Konferenzen zurückblickt. Diese führten allesamt und letztlich zu einem zwar komplizierten, aber offensichtlich haltbarem Konstrukt: Der heutigen „St.-Angela-Schulgesellschaft mbH Düren”.

Deren Gesellschafter sind der Konvent der Ursulinen, der Grund und Gebäude einbrachte, das Bistum Aachen und der Mitträgerverein. In letzterem sind kirchliche Organisationen ebenso vertreten wie Stadt und Kreis Düren. Über einen Kooperationsvertrag ist die Finanzierung abgesichert. „Ein Jahrzehnt der Stabilisation und der Arbeit an den Fundamenten haben wir erfolgreich hinter uns”, stellten Wolfgang Habrich, Schulleiter des St.-Angela-Gymnasiums und Käthe Brandt, Leiterin der St.-Angela-Realschule und wie ihr Kollege Geschäftsführer der Schulgesellschaft, zufrieden fest und präsentierten, was unter anderem Neues geschaffen wurde: Mensa und Turnhalle, Lese-Oase und Medienzentrum, Gewächshaus und Schulgarten, Computerraum und Selbstlernplätze. „Nur in der Physik ist die Zeit stehengeblieben”, hieß es.

Diese Schule hat eine Zukunft. Daran ließen die Gratulanten keinen Zweifel: „Wir brauchen Pluralität in der Schullandschaft”, hob Landrat Wolfgang Spelthahn hervor und Bürgermeister Paul Larue lobte das Konzept. Auf Mädchen ausgerichtet ist St. Angela ein wichtiger Garant für die Entscheidungs- und Wahlfreiheit.
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