Sprengsatz vor Wohnung: Polizei nimmt 31-Jährigen fest

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Durch die Wucht der Detonation flog nicht nur die Wohnungstür aus den Angeln, auch zwei weitere Türen in der Wohnung sowie ein Oberlicht im Hausflur wurden beschädigt. Foto: Abels

Düren. Hinter dem detonierten Sprengsatz in einem Mehrfamilienhaus an der Kölnstraße in Düren steckt nach Angaben der Staatsanwaltschaft Aachen ein eskalierter Nachbarschaftsstreit.

Auslöser waren offenbar Unstimmigkeiten wegen der Mülltrennung, erklärte Staatsanwältin Katja Schlenkermann-Pitts auf Nachfrage.

Die Polizei hat einen 31-jährigen Dürener festgenommen, der am Montagvormittag gegen 11 Uhr  einen sogenannten „Polen-Böller“ vor der Tür  einer Wohnung im zweiten Stock des Hauses gezündet hatte, in der sich eine Frau und ihr zweijähriger Sohn befanden. Durch die Wucht der Detonation flog nicht nur die Wohnungstür aus den Angeln, auch zwei weitere Türen in der Wohnung sowie ein Oberlicht im Hausflur wurden beschädigt. 

Verletzt wurde zum Glück niemand. Der 31-Jährige, gegen den nach einem Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz noch eine Bewährungsstrafe anhängig ist, muss sich nun wegen Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion und Verstoß gegen das Sprengstoffgesetz verantworten.

Straftaten, die mit mindestens einem, maximal aber bis zu 15 Jahren Haft geahndet werden. Die Staatsanwaltschaft hat Haftbefehl beantragt. Die Sprengstoff-Gruppe des Landeskriminalamts Düsseldorf hat die Überreste des „Polen-Böllers“ sichergestellt , um Aufschluss über seine Sprengkraft zu erhalten. 

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