Sportler wollen Marius nicht alleine lassen

Von: Franz Sistemich
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Peter Borsdorff (l.) mit seiner Aktion „Running for Kids” und Alemannia-Vorsitzender Norbert Weber rufen zur Unterstützung für den an Krebs erkrankten 13-jährigen Marius auf. Foto: Sistemich

Düren. Der 13-Jährige war Leistungsträger seiner Mannschaft. Er trainierte auf dem Stützpunkt des DFB in Echtz, spielte auch für das Stützpunktteam des Fußballkreises Düren. Doch Schmerzen plagten Marius, den C-Junioren-Fußballer der Lendersdorfer Alemannia, immer häufiger bei seinem Sport.

Schmerzen im Knie, die manchmal gingen, aber immer wieder kamen. Vor wenigen Wochen diagnostizierten die Ärzte eine schreckliche Krankheit: Der junge Fußballer, der seit 2004 für die Alemannia kickt, leidet an Knochenkrebs. Der Krebs hat das rechte Bein oberhalb des Knies befallen.

Zwei Chemotherapien hat Marius bereits hinter sich. Im Aachener Klinikum wurde er zuerst behandelt. Seit über einer Woche befindet er sich in einer Spezialklinik in Münster. Die Spezialisten der Uniklinik in Westfalen führten eine Biopsie durch. Mit ihr können sie feststellen, wie weit der Knochenkrebs sein unheilvolles Werk schon verrichtet hat.

In Lendersdorf ist derweil die Welle der Hilfsbereitschaft angerollt. Die Alemannen wollen ihren Spieler, seine allein erziehende Mutter und ihre beiden weiteren Kinder unterstützen. Und Unterstützung erfahren sie auch von Peter Borsdorff. Der Initiator der Aktion „Running for Kids” und der Vorsitzende der Lendersdorfer Alemannia, Norbert Weber, bitten eindringlich um Hilfe: „Man soll die Hoffnung nie aufgeben”, appellieren sie an ihre Mitmenschen, den Kampf von Marius gegen die tückische Krankheit zu unterstützen.

Dabei weisen sie auf einen Aspekt hin, der vielen Mitmenschen möglicherweise nicht so bekannt ist: „Die Sozialversicherungssysteme greifen nur bedingt.” Fahrkosten, die Unterbringung der Mutter in der Nähe des Klinikums, Haushaltshilfen oder technische Hilfsmittel wie Prothesen werden nicht oder nur teilweise von den Krankenkassen übernommen.

Neben der Sorge um die Gesundheit ihres Kindes macht sich die Mutter auch Gedanken um ihren Arbeitsplatz.

„Es geht uns nicht nur um die finanzielle Unterstützung, wir wollen Marius und seinen Angehörigen zeigen: Seht, es gibt viele, die euch nicht allein lassen”, betonen Borsdorff und Weber.

Die Alemannen planen verschiedene Aktionen, der Leichtathlet stellt bis Ende des Monats seine Läufe und die Sammelaktion unter das Motto: „Lebenslauf für Marius”. Denn wie sagen Peter Borsdorf und Norbert Weber: „Man soll die Hoffnung nie aufgeben.”

Spendenkonto ist eingerichtet

Wer Marius finanziell unterstützen will, kann auf ein Sonderkonto spenden: Das Konto ist eingerichtet bei der Sparkasse Düren, Bankleitzahl 39551010, und hat die Kontonummer 542100. Bitte geben Sie das Kennwort „Lebenslauf für Marius” an.
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