Sponsored Walk: Schüler helfen, Leben zu retten

Von: ale
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2000 Euro spendeten die Schüler der Realschule Hürtgenwald an die DKMS, dafür sind sie 2000 Runden gerannt. Oliver Bünten (links) nahm den Scheck aus der Hand des Schulleiters, Jürgen Momma, entgegen. Foto: ale

Kleinhau. Vor einigen Wochen sind die Schüler der Realschule Hürtgenwald gerannt und gewalkt für einen guten Zweck: Sie unterstützen die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS).

Man nennt es heutzutage Sponsored Run. Zu solch einem Sponsored Run hatte die Realschule Hürtgenwald sich entschlossen, für jede Runde um das Schulgelände kassierten die Jungen und Mädchen in der Familie, im Freundeskreis und sogar bei Unternehmen. Die unterschiedlichsten Leistungen wurden erbracht, der emsigste Schüler schaffte 17 Runden à einem Kilometer. Insgesamt kamen 2000 Euro zusammen.

Zur Spendenübergabe hatte man Oliver Bünten aus Nideggen eingeladen, er ist ehrenamtlich für die DKMS tätig und konnte lebendig von deren Wirken erzählen, denn er hat selbst Stammzellen gespendet. In der Bücherei versammelten sich die Schüler, um einen Film zu sehen und dem interessanten Vortrag zuzuhören. Sie erfuhren, wie man Menschen helfen kann, die an Blutkrebs erkrankt sind, wie durch ein sehr aufwendiges Verfahren die „Typisierung“ vonstattengeht und wie wichtig Geldspenden sind.

Es war mucksmäuschenstill, als Oliver Bünten berichtete, wie er nach sehr gründlichen Voruntersuchungen in die Lage versetzt wurde, einem elfjährigen Mädchen aus Tschechien Stammzellen zu spenden. „Das ist nun sieben Jahre her, und dem Mädchen geht es nach wie vor gut. Ich bin glücklich, dass ich ihr Leben retten konnte“, sagte Oliver Bünten.

Aus den Reihen der Schüler kamen einige Fragen, beispielsweise ob Patienten rückfällig werden können. „Leider ja“, lautete die Antwort. Als Oliver Bünten die jungen Menschen fragte, ob sie sich mit 18 Jahren typisieren lassen wollen, gingen ungefähr zwei Drittel der Hände hoch. Als er sie fragte, ob sie einen Freund vor dem Ertrinken retten würden, gingen alle Hände in die Höhe. „Die Stammzellenspende ist eine der besten Sachen, die ich in meinem Leben gemacht habe“, versicherte Oliver Bünten.

Der Schulleiter lobte die Jungen und Mädchen ob ihres freudigen Einsatzes für die DKMS. „Das gesammelte Geld geht in ein Schulprojekt für die Typisierung“, erklärte er, „man will mit solchen Projekten Abiturienten für diese Sache gewinnen. Da jede Registrierung und Typisierung 50 Euro kostet, wird der Betrag aus unserer Schule für 40 solcher Aktionen reichen.“

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