Spitzenreiter Berlin fordert Düren in der Kreis-Arena

Von: Franz Sistemich
Letzte Aktualisierung:
11727833.jpg
Egal, welcher Berliner Mittelblocker die Hände am Netz hochreckt, Dürens Volleyballer wie Rudy Verhoeff müssen in Sekundenbruchteilen entscheiden, wie sie das Bollwerk überwinden können. Foto: Jansen

Düren. Robert Kromm gab sich zurückhaltend: „Ich bin persönlich erst bei rund 70 Prozent meines Leistungsvermögens“, sagte der Außenangreifer und Nationalspieler der Berlin Recycling Volleys nach der 1:3-Niederlage gegen den Deutschen Meister VfB Friedrichshafen. Sechs Wochen war der Annahmespezialist verletzt, gegen Friedrichshafen wechselte in sein Trainer Roberti Serniotti ein.

Am Mittwoch dürfte Robert Kromm, mit 2,11 Meter der längste Berliner Spieler, allerdings wieder in der Startformation stehen. Und in der Arena Kreis Düren zu alter Form auflaufen?

In Reihen des Gastgebers SWD Powervolleys ist man überzeugt, dass Kromm und seine Berliner etwas tiefstapeln. An der Rur ist man sicher, dass die Berliner vor dem Duell des Spitzenreiters von der Spree gegen den Verfolger vom Bodensee kein Risiko eingehen wollten und Kromm deshalb auch erst eingewechselt wurde.

„Kromm“, sagte Dürens Coach Anton Brams, „wird mit Sicherheit mehr als 70 Prozent bringen. Das ist wohl mehr Gerede. Wir gehen von einem fitten Robert Kromm aus.“

Die Gäste aus der Bundeshaupt stehen nach der Niederlage gegen den VfB Friedrichshafen unter Druck. Das behaupten nicht die Dürener, das sagen die Berliner selbst. „Wir müssen schnellstmöglich mit der Niederlage abschließen und die richtigen Konsequenzen ziehen“, mahnte BR-Volleys-Kapitän Kromm an und forderte: „Wir müssen unseren Rhythmus finden. Und wir dürfen uns ob diese verlorenen Begegnung nicht aus der Fassung bringen lassen.“

In der Heimpartie gegen Friedrichshafen gelang es den Berlinern nicht, genügend Druck hinter ihre Aufschläge zu bekommen und zu viele leichte Bälle schenkten sie den Gäste. Da stellt sich die Frage: Hat die Niederlage gegen das Team von Trainer Stelian Moculescu doch Spuren hinterlassen? Dürens Coach Anton Brams fragt sich: „Werden sie nichts anbrennen lassen?

Die Antwort lautet: „Die werden volles Geschütz auffahren.“ Denn: Die Partien zwischen den Teams von der Rur und der Spree entwickelten sich in der Vergangenheit immer wieder zu echten Nervenschlachten, auch wenn die Auswärtsbilanz der Berliner eine positive ist: Von den 29 Partien in Düren haben die Hausherren 13 gewonnen, die Hauptstädter 16.

Den 17. Sieg Berlins wollen die Gastgeber verhindern. Aber wie? Eigens auf diesen Gegner vorbereitet haben sich die Hausherren nach Angaben ihres Trainers nicht: „Wir haben uns ganz normal wie auf jedes andere Team vorbereitet“, sagte Brams. Es bringe ja nichts, sich ein oder zweite Tage speziell mit den Flatteraufschläge eines Robert Kromms zu beschäftigen. Man trainiere ja immer die Annahme der unterschiedlichen Aufschläge: „Entweder man kann es oder eben nicht.“

Und auch für die Überwindung eines Block, in dem Robert Kromm seine Arme hochreckt, gebe es kein Patentrezept: „Die Angreifer entscheiden situativ in Sekundenbruchteilen, ob die versuchen, den Ball am Block vorbeizuschlagen, ob sie die Fingerspitzenanschlagen oder den Block so anschlagen, dass der Ball seitlich ins Aus geht.“

Und so steht auch dieses Spiel gegen den Primus der Liga für Brams eher unter dem Gesichtspunkt, dass sein Team sich in den restlichen Partien der Hauptrunde weiter verbessern will. Beim Gastgeber sind im Übrigen alle Spieler fit.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert