Spielerisch lernen die Kinder jede Menge neue Wörter

Von: Christina Hustedt
Letzte Aktualisierung:
7609730.jpg
Auch eine Fahrt mit einem Unterseeboot war Teil der Aufführung „Best of Ferienschule“, die die Schüler für ihre Eltern, Großeltern und Geschwister einstudiert hatten.

Düren. In der Grundschule mit 130 Kindern aus 30 verschiedenen Ländern und mit 33 Sprachen ist es im Unterrichtsalltag vermutlich nicht immer leicht, alle Schüler im Erlernen der Deutschen Sprache gleich gut zu fördern.

Deshalb freuen sich Schulleitung, Lehrer und Sozialpädagogen der städtischen katholischen Grundschule im Pesch besonders, bereits im zweiten Jahr Teil eines Sprachkompetenzprojektes im Regierungsbezirk Köln zu sein. Gemeinsam mit dem kommunalen Integrationszentrum Kreis Düren (KI), dessen Förderverein und Lehramtsstudenten der Universität Köln bot die Schule in der vergangenen Woche wieder eine Ferienschule an.

34 Jungen und Mädchen beschäftigten sich jeweils in Sechsergruppen mit zwei studentischen Betreuern mit Grammatik und Wortbildung in der deutschen Sprache. Dabei standen Spaß und Kreativität im Vordergrund der Ferienschule. Gelernt wurde „ganz nebenbei“.

Auf Grundlage des Bilderbuchs „Die Schnecke und der Buckelwal“ lernten die Kinder mit Migrationshintergrund jede Menge neue Wörter aus der Welt der Meerestiere, welche Artikel zu ihnen passen, wie Akkusative verwendet werden und wie Sätze aufgebaut sind. Jeweils zwischen 10 und 16 Uhr wurde in der Ferienschule gebastelt, gespielt, es wurden Gesichten und Briefe geschrieben und vorgelesen, gesungen, Wortschatzkisten gefüllt und so einiges über Freundschaft, Reisen und die Welt gelernt.

Unterhaltsame Präsentation

Voller stolz präsentierten am Freitagnachmittag Schüler und Betreuer schließlich die Ergebnisse ihrer Arbeit Eltern, Großeltern und Geschwistern in der Aula der Grundschule im Pesch. Mit fröhlichen Liedern, lustigen Sketchen und turbulenten Spielszenen reisten die Jungen und Mädchen mit ihrem Publikum um die Welt, viele Wörter und Informationen zu Ländern, Sprachen und Tieren im Gepäck.

So war unter anderem eine Fahrt mit einem Unterseeboot Teil des „Best of Ferienschule“, bei der Schüler die Tiere des Ozeans erklärten oder auch ein Flug nach China, England, Indien und in den Libanon. Dafür gab es von den Familien und auch den Ehrengästen aus den Reihen der Sponsoren viel Applaus.

Gleichzeitig zeigten die Kinder, wie viel Spaß ihnen die Ferienschule gemacht hat. Das pädagogische Ziel des spielerischen Zugangs zum deutschen Wortschatz wurde damit erfüllt. „Im zweiten Jahr des Projekts haben wir schon mehr Anmeldungen bekommen als wir aufnehmen konnten“, erklärt Nicole Engelbert, Sozialpädagogin an der Grundschule.

Auch von den Eltern bekomme die Schule für ihr Engagement viel Unterstützung. Und Lehrerin Birgit Arnold ergänzt: „Noch wochenlang singen die Kinder die Lieder und reden über die Geschichten. Das ist wirklich toll.“ Deshalb hoffen alle beteiligten Organisatoren der Ferienschule auf eine Fortsetzung des Projektes. Die Schüler wären sicher mit Feuereifer dabei.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert