Spezial-Güterzug rammt Pfeiler: Straßenbrücke gesperrt

Von: Carsten Rose
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Anspruchsvoller Einsatz für das THW: Helfer ersetzten die ursprünglichen Brückenpfeiler durch etwa fünf Meter hohe Holzbalken. Sie waren dafür von 3 bis 10 Uhr am Sonntagmorgen im Einsatz. Foto: Guido Heinen
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Anspruchsvoller Einsatz für das THW: Helfer ersetzten die ursprünglichen Brückenpfeiler durch etwa fünf Meter hohe Holzbalken. Sie waren dafür von 3 bis 10 Uhr am Sonntagmorgen im Einsatz. Foto: Guido Heinen/THW
Heerweg Brücke
Anspruchsvoller Einsatz für das THW: Helfer ersetzten die ursprünglichen Brückenpfeiler durch etwa fünf Meter hohe Holzbalken. Sie waren dafür von 3 bis 10 Uhr am Sonntagmorgen im Einsatz. Foto: C. Rose
Heerweg Brücke
Anspruchsvoller Einsatz für das THW: Helfer ersetzten die ursprünglichen Brückenpfeiler durch etwa fünf Meter hohe Holzbalken. Sie waren dafür von 3 bis 10 Uhr am Sonntagmorgen im Einsatz. Foto: Guido Heinen
Heerweg Brücke
Anspruchsvoller Einsatz für das THW: Helfer ersetzten die ursprünglichen Brückenpfeiler durch etwa fünf Meter hohe Holzbalken. Sie waren dafür von 3 bis 10 Uhr am Sonntagmorgen im Einsatz. Foto: Guido Heinen
Heerweg Brücke
Anspruchsvoller Einsatz für das THW: Helfer ersetzten die ursprünglichen Brückenpfeiler durch etwa fünf Meter hohe Holzbalken. Sie waren dafür von 3 bis 10 Uhr am Sonntagmorgen im Einsatz. Foto: C. Rose

Düren. Gäbe es einen Preis für die größte Fehleinschätzung des Wochenendes, wäre der Zugbegleiter eines Bahn-Spezialtransportes wohl der heißeste Kandidat. Weil er in der Nacht zu Sonntag dachte, der Trafo auf der Ladefläche eines Waggons würde problemlos unter der Straßenbrücke am Heerweg über die Gleise der Rurtalbahn durchpassen, ist die Brücke nun mindestens für die kommenden Tage gesperrt.

Der Trafo war nämlich zu breit und riss die Stützpfeiler ein. Der hintere Teil des Zuges blieb zunächst stecken, bahnte sich aber kurz darauf den Weg frei. Der Vorfall ereignete sich um kurz vor 3 Uhr. Der Transport mit Überbreite war im Auftrag der Rurtalbahn Cargo auf dem Weg nach Krauthausen. Dort werden diese Spezialtransporte auf einer gesonderten Laderampe auf einen Lkw verladen.

Ein bis zwei Mal im Jahr sind solche Züge auf der Strecke unterwegs, sagte Rurtalbahn-Geschäftsführer Sebastian Nießen am Sonntag auf Anfrage. Die Rurtalbahn Cargo ist seit 2010 ein eigenständiges Unternehmen für den Güter-Nahverkehr, die Rurtalbahn GmbH ist verantwortlich für die Schieneninfrastruktur.

Spezieller THW-Einsatz

Die Brücke wird nun provisorisch von vier etwa fünf Meter hohen Holzpfeilern gestützt. Eingesetzt haben sie die Ortsverbände Düren und Hürtgenwald des Technischen Hilfswerkes (THW). Bis 10 Uhr am Sonntagmorgen waren inklusive Personal des Unfallverursachers 25 Leute vor Ort beschäftigt, berichtete der Dürener Ortsbeauftragte Guido Heinen. „So einen Einsatz hatten wir zwar noch nie, aber wir haben den Ernstfall schon oft genug geübt – es war ein Paradebeispiel für die Arbeit des THW“, sagte Heinen am Sonntag.

Dass der Ortsverband Hürtgenwald an den Arbeiten beteiligt war, hat einen einfachen Grund: Er hat mit Dr. Helmut Heuser einen Statikexperten, den sogenannten Baufachberater. So haben die Dürener die Lichtanlagen installiert und die Kollegen aus dem Hürtgenwald mit Einsatzstellen-Sicherungssystem (ESS) die Schäden an der Brücke analysiert.

Die Holzbalken, die das Dürener THW vorlagern muss, wurden dann vor Ort zugeschnitten, erklärte Heinen und fügte an: „Es war wirklich ein sehr interessanter Einsatz, ab 4 Uhr waren alle Mann vor Ort. Und dank unserer guten Vernetzung kam um 8 Uhr das Rote Kreuz und hat uns Kaffee und Brötchen gebracht.“

Der Einsatz war für das THW nicht nur neu und dauerte lange, er war anfangs vor allem aufwendig. Denn um unter die Brücke am Heerweg zu gelangen, mussten sich die Helfer durch dichtes Gestrüpp an der steilen Böschung neben den Schienen kämpfen, bis die notwendigen Leitern aufgestellt waren – bei Dauerregen und im Dunkeln noch mal eine Nummer schwieriger.

Verursacher unklar

Für welches Unternehmen, das die Verantwortung für den Unfall trägt, die Rurtalbahn Cargo unterwegs war, konnte Sebastian Nießen am Sonntag nicht auf die Schnelle sagen. Auch war unklar, ob der Trafo schwerer beschädigt wurde. Letztlich sei das alles für sein Unternehmen momentan zweitrangig – es hat als Bereitsteller der Schieneninfrastruktur momentan ein größeres Problem.

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