Spende gegen Kreuz auf dem Stimmzettel?

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Jörg Schieferdecker
Auch in der Leitzentrale der Bundespolizei in Welz gab es durch Inspektionsleiter, Polizeirat Udo Peltzer (2. v. l.), einen Glückwunsch für den Deutschen „Geher-Meister”, PHK Jörg Schieferdecker. Mit dabei PHK Guido Plum (l.) und PHM Bernd Küppers. Foto: Zantis

Düren. Für Empörung sorgte in Sportlerkreisen eine Aktion, die Leichtathlet Jörg Schieferdecker gestartet hatte. Um bei der Sportlerwahl des Kreises Düren möglichst weit vorne zu landen, hatte der Merzenicher bundesweit Aktive gebeten, für ihn abzustimmen und im Umfeld für ihn Stimmen zu werben.

Dem Dürener „Läufer mit der Sammelbüchse”, Peter Borsdorff, hatte Schieferdecker angeboten, für jede Stimme, die Borsdorff für ihn herein hole, einen bestimmten Betrag für einen krebskranken Zehnjährigen zu spenden.

Tatsächlich leitete Borsdorff den Aufruf zur Unterstützung Schieferdeckers an seinen großen Bekanntenkreis weiter.

Und löste damit den Eklat aus. Eine Spende nur gegen ein Kreuzchen bei der Sportlerwahl?

„Dass Jörg Schieferdecker sich so Stimmen erkaufen möchte, finde ich nicht gerade sportlich”, stellt Manfred Röhlich, Geschäftsführer der DTV-Leichtathletikabteilung in seiner Antwort auf den Aufruf fest.

Er fordert dazu auf, für die Aktion „Running für Kids” und den kranken Leon zu spenden, allerdings ohne eine Gegenleistung zu fordern. Wieviel pro Stimme werde er denn spenden? Auf diese Frage wollte Schieferdecker zunächst keine Antwort geben: „Da lege ich mich noch nicht fest.”

Peter Borsdorff räumte am Montag ein, mit der Kopplung Stimme gegen Spende „einen Fehler gemacht” zu haben. „Das würde ich nicht noch einmal tun.”

Am Montagnachmittag sprach Landrat Wolfgang Spelthahn ein Machtwort: „Es ist legitim, dass Sportler bei Freunden und Bekannten um Unterstützung bitten. Das Votum darf aber nicht von einer Geldspende abhängig sein.”

Eine Wettbewerbsverzerrung werde nicht geduldet. „Wir wollen, dass es bei der Wahl fair und legitim zugeht. Die Sache ist erledigt!”
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