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Spelthahn lehnt das Trianel-Projekt am Rursee ab

Von: Franz Sistemich
Letzte Aktualisierung:
Spelthahn
Landrat Spelthahn teilt als Aufsichtsratsvorsitzender der Rurenergie die ablehnende Haltung der Gegner des Wasserspeicherkraftwerks Foto: dpa

Heimbach/Kreis Düren. Der Landrat des Kreises Düren hat sich in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Aufsichtsrates der Firma Rurenergie GmbH gegen das geplante Pumpspeicherkraftwerk von Trianel am Rursee ausgesprochen. In einem Brief an den Bürgermeister der Stadt Heimbach, Bert Züll, schrieb Wolfgang Spelthahn: „Abschließend darf ich Ihnen mitteilen, dass ich persönlich die in Ihrem Schreiben vom 13. Dezember schlüssig und nachvollziehbar beschriebenen Bedenken gegen dieses Großprojekt teile.“

In dem von Wolfgang Spelthahn zitierten Brief von Züll, dessen Stadt das Projekt ablehnt, fragte der Bürgermeister nach einer Beteiligung der Firma Rurenergie an der Projektentwicklung des Wasserspeicherkraftwerkes. Im Kreistag hatten CDU und FDP einen Antrag eingebracht, diese Beteiligung zu prüfen.

„Wir haben dies auch intensiv getan“, sagte Wolfgang Spelthahn. Der Aufsichtsrat, der noch keinen Beschluss gefasst habe, habe das Pumpspeicherkraftwerk in Vianden besucht und habe sich von Dr. Christoph Schöpfer, dem Projektleiter, über den Sachstand des Projekts informieren lassen; „Es wurden zahlreiche kritische Fragen gestellt.“ Außerdem habe der Aufsichtsrat eine Marktbeobachtung vorgenommen.

Wolfgang Spelthahn sagte, er selbst habe sich immer wieder mit dem Thema beschäftigt und sei für sich persönlich zu dem Schluss gekommen: „Ich bin optimistisch das Projekt angegangen, bin aber im Laufe meiner intensiven Beschäftigung mit dem Vorhaben zu dem Ergebnis gekommen: Ich glaube nicht mehr an ein Wasserspeicherkraftwerk von Trianel am Rursee.“

Etliche entsprechende Projekte, die auch schon planerisch weiter gewesen seien, seien europaweit gestoppt worden, sagte Wolfgang Spelthahn. Er fuhr fort, er sehe keine wirtschaftliche Grundlage für das Projekt und verwies auch auf die enorme Bedeutung des Tourismus für die Region rund um den Rursee. Auch deshalb habe er erhebliche Bedenken: „Wir sollten den Rursee nicht als Experimentierfläche einsetzen.“

Der Landrat und Aufsichtsratsvorsitzende zeigte sich optimistisch, dass die Mehrheit des Aufsichtsrates auch seiner Meinung sei.

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