Spektakel am Kaiserplatz: Ein Goldwunder für Dürens Beach-Cup?

Von: Franz Sistemich
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Jubel: Nach der Goldmedaille bei den Spielen von London 2012 hat Julius Brink auch den DRK-Beach-Cup gewonnen, damals in Jülich. Mit seinem Gold-Partner Jonas Reckermann (rechts) war Brink trotz des Karriereendes auch in den vergangenen Jahren beim Beach-Cup am Start. Foto: Guido Jansen

Düren. Das Finale von Rio de Janeiro wird Laura Ludwig wohl nie vergessen. Mit ihrer Partnerin Kira Walkenhorst gewann die deutsche Beachvolleyballerin das Endspiel bei den Olympischen Spielen in Brasiliens Metropole. Und das in überzeugender Manier.

 Nachdem die starken Deutschen sich bereits im Halbfinale souverän durchgesetzt hatten, ließen sie am Donnerstagmorgen auch den Weltmeisterinnen aus dem Gastgeberland der Olympischen Spiele keine Chance.

„Leider werden wir Laura und Kira aber wohl in Düren nicht zu sehen bekommen“, freut sich Bernd Werscheck einerseits mit den beiden Goldmedaillengewinnerinnen über ihren Triumph, andererseits glaubt er nicht, dass Ludwig/Walkenhorst am ersten September-Wochenende beim DKB-Beach aufschlagen werden.

„Ich habe vor einiger Zeit mit ihnen über die Rückkehr dieses Turniers auf den Dürener Kaiserplatz gesprochen“, erzählte der Turnierorganisator. Allerdings sagten die beiden besten Spielerinnen der Welt schon damals logischerweise, dass sie nur bis zu den Olympischen Spielen denken würden. „Die waren total auf Olympia fixiert“, erinnert sich Werscheck.

Dennoch wird er versuchen, die beiden Goldmedaillengewinnerinnen zum Beach-Cup am 3. und 4. September auf den zentralen Platz in der Dürener Innenstadt zu locken. Die Chancen schätzt er aber nicht hoch ein: „Vielleicht werden sie sich nach dieser auch mental so anstrengenden Zeit eine Auszeit nehmen. Ich glaube also eher nicht, dass es mir gelingen wird, Laura und Kira nach Düren zu holen.“

Dabei haben die beiden und vor allem Laura Ludwig gute Erinnerungen an den DKB-Beach-Cup. So durfte sich Ludwig 2012 und 2013 damals in Jülich zur Beach-Queen krönen lassen.

Die Rückkehr auf den Kaiserplatz nach einem Intermezzo in Jülich und der Beach-Anlage an der Dr.-Overhues-Allee steht im Zeichen des Premiumcups des Westdeutschen Volleyball-Cups. Das Sandspektakel in der Kreisstadt ist das sechste und letzte Turnier dieser Serie – und ein wichtiges vor den Deutschen Meisterschaften am Timmendorfer Strand.

Die finden vom 8. bis zum 11. September statt. Bernd Werscheck, einst erfolgreicher Trainer des Volleyball-Bundesligisten aus Düren und Trainer von Beachvolleyball-Duos, sieht, obwohl die großen Stars der Szene wohl nicht den Dürener Sand durchpflügen werden, den Reiz des Turniers in anderen Aspekten.

Zum einen wird der Modus wieder zu eingespielten Teams zurückkehren. Spielten in den vergangenen Jahren die Beacher in jeder Partie des Beach-Cups mit einem a

nderen Partner, so werden wieder die festen Duos um den Turniersieg bei den Männern und Frauen kämpfen. Das Feld der Männer soll 16 Paare umfassen, das der Frauen acht. Beim Dürener Turnier gibt es nicht nur Punkte für die Turnierserie des Westdeutschen Volleyballverbandes, sondern auch welche für die Setzliste der DM an der Ostseeküste.

„Das Teilnehmerfeld für die nationalen deutschen Meisterschaften steht zwar schon fest, aber aufgrund der Platzierungen in Düren kann es noch zu Verschiebungen in der Setzliste kommen“, sagte Bernd Werscheck.

Welche Duos nun auf dem Dürener Kaiserplatz spielen werden, entscheidet sich Mitte nächster Woche: Dann läuft die Meldefrist ab. Bis dahin und darüber hinaus wird Bernd Werscheck aber auch noch zahlreiche Gespräche führen. Wer weiß, vielleicht geschieht doch noch ein Goldwunder.

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