SPD kritisiert Umstellung der Wasserversorgung

Von: sj
Letzte Aktualisierung:

Düren. Mit Besorgnis nimmt die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Düren zur Kenntnis, dass die Stadtwerke Düren eine Umstellung der Wasserversorgung weg von der fließenden Welle der Rur bei Obermaubach hin zu einer externen Wasserversorgung in Betracht zieht. Damit drohe auch eine Stilllegung der dortigen Aufbereitungsanlage.

„Schon seit Jahrzehnten schätzen die Dürener ihr gutes und weitgehend kalkfreies Trinkwasser”, sagte Fraktionschef Henner Schmidt. Die angedachte Umstellung werfe viele Fragezeichen auf. Wasser sei keine Ware, sondern ein unverzichtbares Lebensmittel, das jeder Mensch täglich brauche. Deswegen, fordert Schmidt, „müssen alle Fakten öffentlich auf den Tisch”.

Die SPD fordert die Stadtwerke auf, eine mögliche Steigerung des Wasserpreises konkret zu beziffern. Die Sprache war von technischen Anpassungen und Kosten zur Sicherung der Gewässergüte, wenn auch in Zukunft Flusswasser aufbereitet werden soll. Zuerst müsse aus Sicht der SPD jedoch grundsätzlich geprüft werden, ob der Einsatz neuer Methoden zur Trinkwasseraufbereitung zwingend erforderlich sei.

„Wenn man auf das Rurwasser, das immerhin bis zu 70 Prozent des Rohwasserbedarfs der Stadtwerke abdeckt, verzichtet, muss klar gesagt werden, woher denn das Ersatzwasser kommt”, sagte Henner Schmidt weiter. Außerdem fordere er eine verbindliche Aussage, wo das Trinkwasser in Zukunft aufbereitet werden soll. Die SPD befürchtet, dass die Stadtwerke sich in die Abhängigkeit anderer Versorger begeben.

Die Möglichkeit einer eigenen Versorgung und eigenen Aufbereitung sichere die Selbständigkeit der Stadtwerke. Der SPD-Fraktionsvorsitzende sorgt sich zuletzt auch um die Arbeitsplätze der Stadtwerke-Mitarbeiter, die in Obermaubach ihren Dienst tun. „Deswegen hat es für mich oberste Priorität, die Trinkwasseraufbereitungsanlage dauerhaft zu erhalten.”
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert