SPD-Fraktionschef Schmidt fordert Zusammenfassung aller Kulturinstitute

Von: han
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Düren. Für Henner Schmidt, den Fraktionschef der Sozialdemokraten im Dürener Stadtrat, ist die Einrichtung „Kulturbetrieb” in der geplanten Form nur ein „halbherziger Schritt”.

Er plädiert weiterhin für einen Eigenbetrieb, in dem die städtischen Kulturinstitute sowie die beiden Museen integriert sind. Die jetzige Lösung ohne Leopold-Hoesch- und Papiermuseum hält Schmidt für den falschen Weg.

„Typisch Düren” nennt er das Verfahren, das seiner Meinung nach den Museen eine „Sonderrolle” einräumt”. Er fordert eine „Gleichwertigkeit” aller Institute. Man könne im Interesse der Sache nicht zwischen verschiedenen Formen von Kultur unterscheiden. Die Besucher kultureller Veranstaltungen entschieden darüber, ob Kunst „gut oder schlecht” sei, und nicht das Rathaus oder die Mehrheitsfraktionen, die aber mit dem eingeschlagenen Pfad von vorneherein Gewichtungen festlegten.

Wären alle bisherigen Institute unter „einem Dach”, hätte dies für das Dürener Kulturleben nur Vorteile, ist Schmidt überzeugt. Alle, die Stadtbücherei, die Volkshochschule, die Musikschule, das Theater Düren und Schloss Burgau sowie die Museen würden voneinander profitieren. Konkurrenzdenken der Art „die da oben” würde nicht entstehen.

Gestaltungsmöglichkeiten

Schmidt sieht bei seinem Konzept auch Vorteile bei der Personalplanung. Ein „Pool von Mitarbeitern” stünde zur Verfügung und könnte so eingesetzt werden, wie es notwendig erscheint. Eine „innere Flexibilität” ließe effizientes Handeln zu. Vorteile beim Eigenbetrieb gegenüber dem geplanten Regiebetrieb sieht der SPD-Politiker auch in den kulturellen Gestaltungsmöglichkeiten. Ähnlich wie der Servicebetrieb der Stadt könne beispielsweise bei bevorstehenden Vertragsabschlüssen besser reagiert werden.

Nach Ansicht Schmidts würde es auch von wirtschaftlichem Vorteil sein, wenn unter der Regie eines Eigenbetriebes die Umgestaltung des Hoeschplatzes erfolgen würde. Dieser wäre nicht an das sogenannte „Nachverhandlungsverbot” gebunden und könnte nach einer Ausschreibung mit den beteiligten Firmen nochmals in eine Kostendiskussion eintreten.

Zudem fordert der SPD-Politiker unter dem Dach des Betriebes ein Kulturbüro, das als Nahtstelle zwischen städtischen und freien Kultureinrichtungen wie Komm, Endart und anderen Kulturgruppen fungieren soll. Neben der Herausgabe eines gemeinsamen Kulturkalenders soll dort auch ein Beratungsangebot für alle Kulturinteressierten und -schaffenden existieren: vom Rock über Jazz bis hin zum Brauchtum.
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