SPD fordert: Weg mit den Schundplakaten!

Von: cl
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Düren/Girbelsrath. Die Dürener SPD ärgert sich über Werbeplakate des Girbelsrather Bordells im Stadtbild. „Kaum dass die Plakate zur Eröffnung des so genannten Sauna-Clubs in Merzenich verschwunden sind, müssen sich die Dürener von weiteren Plakaten des Bordells belästigt fühlen”, ärgert sich Josef Krischer von der SPD Düren Mitte-West.

„Nicht nur in der Kölner Landstraße hängen die neuen Plakate, die in frauenverachtender Weise zu einer dubiosen Weihnachtsparty einladen. Die kinderfreundliche Stadt Düren, angeführt von einem Bürgermeister, der immer wieder gerne sein Christ-Sein hervorkehrt, sieht sich offensichtlich nicht in der Lage, ihre Kinder vor diesem Schund zu schützen”, mutmaßt Krischer.

Wegen der Plakatierung zur Eröffnung des Etablissements war der Betreiber zu einem Bußgeld verurteilt worden. Dies sei jedoch so niedrig, dass es gerne in Kauf genommen werde, statt teuer legale Werbung zu finanzieren, sagen die Sozialdemokraten.

Zudem lasse das Durcheinander in der Verwaltung nicht auf ein Ende des wilden Plakatierens hoffen, stellt Friedhelm Wirges fest: „Bei illegalem Plakatieren ist zunächst das Ordnungsamt zuständig. Für die Genehmigung ist das Bauverwaltungsamt zuständig, für die Stadtlaternen und die Verteilerkästen die Stadtwerke, für die Mülleimer und Bäume der DSB und für die Brücken das Tiefbauamt.” So müsse „der brave Bürger” damit rechnen, weiter „durch diese Schundplakatierung” belästigt zu werden.

Dem widerspricht Stadtsprecher Helmut Göddertz. Die Plakatierung sei illegal, die zuständigen Stellen seien dabei, die Plakate zu entfernen. Dass dies vielleicht nicht in der gewünschten Schnelligkeit passiere, räumt Göddertz ein. Deshalb sei für Anfang Januar ein Treffen aller beteiligten Abteilungen geplant. Ziel sei es, künftig schneller gegen wildes Plakatieren vorzugehen. Gegen den Bordellbetreiber sei erneut ein Bußgeldverfahren in Gang gebracht.
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