Düren - SPD fordert verbindliches Klimaschutzkonzept für Düren

SPD fordert verbindliches Klimaschutzkonzept für Düren

Von: Stephan Johnen
Letzte Aktualisierung:

Düren. „Die Energiewende wird vor Ort entschieden”, sind SPD-Fraktionschef Henner Schmidt und Ratsherr Peter Koschorreck überzeugt.

Die SPD allerdings befürchtet, dass die Stadt Düren die Wende verschläft - und den Entwicklungen hinterherläuft.

Damit dies nicht geschieht, fordert die SPD in einem Antrag, von externen Experten ein Klimaschutzkonzept erstellen zu lassen und dabei auf Fördermittel des Bundes zurückzugreifen. Ein ähnlicher SPD-Antrag blieb 2009 unbeachtet.

„Die Zeit der Monopolisten neigt sich dem Ende zu”, ist Henner Schmidt überzeugt. Eine dezentrale Energieversorgung unter starker Berücksichtigung der Erneuerbaren Energien ist für ihn der Weg in eine grünere Zukunft. Starker Akteur sollten dabei die Kommunen sein. „Wir haben nicht einmal eine Analyse, wo wir stehen und welche Potenziale es gibt”, sagt Schmidt. Auch gebe es keine Zielsetzung. Nach der Analyse müsse ein verbindliches Handlungskonzept erstellt werden.

Die SPD setzt dabei auf energetische Sanierung ebenso wie auf eine Beteiligung an Projekten wie Solaranlagen und Windparks. Das Sanierungsprogramm an Schulen und die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technologie könnten nur der Anfang sein. „Bei allen Bauprojekten der Stadt müsse das Thema Klimaschutz genau betrachtet werden”, fordert Peter Koschorreck.

Auch der Bau von Blockheizkraftwerken bei neuen Bau- und Gewerbegebieten sei „sträflich vernachlässigt” worden. Bei der Ansiedlungsplanung gelte es, Wohngebiete nur in der Nähe von Anschlussstellen des ÖPNV oder bestehenden Straßen zu genehmigen.

Neben der Reduzierung von Energieverbrauch und CO2-Ausstoß sei ein Klimaschutzkonzept auch eine Chance, die regionale Wertschöpfung zu erhöhen und beispielsweise direkt an der Solarenergie zu verdienen. Geeignete (Schul-)Dächer gebe es in Düren noch ausreichend.
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