SPD fordert die Auslagerung der Wirtschaftsförderung

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Düren. In der hitzigen Diskussion um die Neuausschreibung der Stelle des Kämmerers, der sich nach einem von Bürgermeister Paul Larue beanstandeten Stadtratsbeschluss der „Ampel“-Mehrheit auch um eine aktive und zukunftssichernde Wirtschaftsförderung kümmern soll, legt die SPD nach.

„Etwas zur Chefsache machen, heißt für mich, die bestmögliche Organisationsform für ein Aufgabengebiet zuzulassen und alle Unterstützung zu gewähren, die für den Erfolg notwendig ist“, erklärt Bürgermeisterkandidatin Liesel Koschorreck. Sie wirft Larue vor, die bisher von ihm verantwortete Wirtschaftsförderung vernachlässigt, keine soliden Strukturen geschaffen und sich nicht mit dem Strukturwandel hin zum Dienstleistungssektor beschäftigt zu haben.

Das will die SPD mit der „Ampel“-Koalition ändern, auch weil sie die Rolle des Bürgermeisters anders interpretiert: Er solle sich um die Organisationsstruktur der Verwaltung, eine nachhaltige Personalentwicklung, Öffentlichkeitsarbeit und Repräsentationsaufgaben kümmern, erklärt Fraktionschef Henner Schmidt: „Wirtschaftsförderung ist keine originäre Aufgabe des Bürgermeisters.“

Sie soll wie auch das Jugend-, Schul- und Sozialdezernat von einem Experten geleitet werden. Der SPD schwebt ein Kämmerer vor, der zusätzlich Geschäftsführer einer ausgelagerten GmbH zur Wirtschaftsförderung ist, der thematisch-strategische Ziele vorgibt und als Mitglied des Verwaltungsvorstands auch Zugriffsrechte und Weisungsbefugnis in die Ämter hinein hat, erläutert Schmidt. Das schließe nicht aus, dass sich auch der Bürgermeister um Bestandspflege und -entwicklung kümmern soll. Im Gegenteil: Auch das ist für Liesel Koschorreck ein Eckpunkt einer erfolgreichen Wirtschaftspolitik.

„Wir brauchen eine neue Struktur in der Wirtschaftsförderung und gute Leute, die sich kümmern.“ Die SPD spricht von sechs bis acht Mitarbeitern und will dafür auch die nötigen Finanzmittel zur Verfügung stellen. Große Chancen sieht die SPD im Bereich des Gesundheitssektors und in der angestrebten Mitgliedschaft zur Indeland GmbH. Sie wirft dem Bürgermeister vor, mit seiner Verweigerungshaltung, bei der Kämmerer-Ausschreibung für einen Stillstand zu sorgen, der frühestens mit der Bürgermeisterwahl am 13. September ende.

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