Spatenstich für eine neue Löschgruppe

Von: Sarah Maria Berners
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Erster Spatenstich für das Feuerwehrgerätehaus in Girbelsrath: Seit 2007 ist dort eine Löschgruppe im Aufbau, die nun voll einsatzbereit ist, bislang aber provisorisch in einer Lkw-Halle untergebracht ist. Foto: Sarah Maria Berners

Girbelsrath. An 800 D-Mark für eine neue Spritzenpumpe entzündete sich 1962 ein Streit zwischen der Gemeindeverwaltung und der Feuerwehr Girbelsrath. Die Folgen waren eine Austrittswelle und dann die Auflösung der Löschgruppe.

Das alles ist lange her und bald wird es eine neue Löschgruppe Girbelsrath geben. Die Feuerwehrlandschaft in Merzenich hat sich verändert: Bei einem Tag der offenen Tür, den die Merzenicher Feuerwehr in Girbelsrath veranstaltete, waren 2007 sofort vier Ehrenamtler bereit, sich in der Feuerwehr zu engagieren.

Mittlerweile besteht das Team in dem 1266-Seelen-Dorf aus 14 ausgebildeten Feuerwehrleuten, die nun auch ein Gerätehaus bekommen und zur selbstständigen Löschgruppe werden.

Damit das Wasser nicht gefriert

In diesen Tagen beginnen die Bodenarbeiten für das neue Feuerwehrgerätehaus mit Fahrzeughalle, Schulungsraum, Umkleiden und Sanitäranlagen. Bislang ist die Wehr in einer alten Lkw-Halle untergebracht und die Girbelsrather der Merzenicher Löschgruppe angeschlossen. Die Lösung war provisorisch und vor allem in den Wintermonaten schwierig. „In einigen Wintern herrschten Minusgrade in der Halle“, erklärt Gemeindebrandinspektor Patrick Harzheim. Nur ein „stromfressender Heizlüfter“ habe verhindert, dass der Löschwassertank des Fahrzeuges zufror.

Nach Karneval sollen die Bauarbeiten an dem Feuerwehrgerätehaus an der Dechant-Fabry-Straße beginnen. Wenn alles glatt läuft, soll es im September eingeweiht werden. „Die Feuerwehrleute haben lange darauf gewartet“, sagte Bürgermeister Peter Harzheim beim ersten Spatenstich. Der Grund: Das Grundstück ist zwar von vornherein Eigentum der Gemeinde gewesen, war aber als landwirtschaftliche Fläche eingetragen. 640 000 Euro soll das neue Feuerwehrgerätehaus kosten.

Peter Harzheim betonte, dass es mit dem Dorf und dem angrenzenden Gewerbegebiet viele Aufgaben für die Girbelsrather Wehrleute gebe. Die Abteilung ist im vergangenen Kalenderjahr 79-mal zusammen mit der Löschgruppe Merzenich ausgerückt.

30 bis 40 Einsätze

„Durch die kontinuierliche Ausbildung ist die Girbelsrather Gruppe jetzt in der Lage, auch alleine Einsätze abzuarbeiten – ohne die Unterstützung der Löschgruppe Merzenich“, betont Patrick Harzheim. Er schätzt, dass die Girbelsrather jährlich etwa 30 bis 40 Einsätze haben werden.

Die Grundausbildung haben alle Girbelsrather Wehrleute absolviert, viele von ihnen zudem die wichtigen Zusatzlehrgänge zum Atemschutzgeräteträger und Maschinisten. „Ende 2014 hat auch der erste Girbelsrather Kamerad, Markus Wirtz, den Brandmeisterlehrgang am Institut der Feuerwehr in Münster mit Erfolg absolviert. Somit ist eine erste Führungskraft aus der Abteilung Girbelsrath erwachsen“, freut sich Patrick Harzheim.

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