Sparkasse: Kritik an Filialschließungen nimmt zu

Von: bugi
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Die Sparkassen-Filiale in Mariaweiler ist eine von zwei im Kreis Düren, die geschlossen werden sollen. Auch aus Rödingen zieht sich das Geldinstitut zurück. Acht weitere Niederlassungen sollen zu Selbstbedienungscentern umgebaut werden. Foto: Jörg Abels

Kreis Düren. Der Widerstand gegen die Pläne der Sparkasse Düren, ihr Filialnetz im Kreis Mitte nächsten Jahres auszudünnen, wächst. Kritik kommt jetzt auch aus Mariaweiler, von der Gemeinde Titz und aus Vossenack.

In Birgel hatten Mitglieder der Nachbarschaftshilfe „Findus“ gemeinsam mit SPD-Vertretern 500 Unterschriften gegen die Schließung der SB-Filiale gesammelt, die sie Mitte der Woche dem Sparkassen-Vorstand überreicht hatten. In Mariaweiler übt SPD-Stadtrat Andreas Isecke Kritik an der geplanten ersatzlosen Schließung der Sparkassen-Filiale: „In Mariaweiler sind wir dabei, das ehemalige Tura-Gelände für den Handel und den Wohnungsbau zu erschließen.“

Für Isecke ist es verwunderlich, dass die Stadt diesen Standort gezielt stärke, während die Sparkasse sich hier zurückziehe. In der Gemeinde Titz hat sich der Rat am Donnerstag mit der Thematik befasst. „Wir bedauern sehr, dass zwei der kreisweit zehn beabsichtigten Filialschließungen allein im Titzer Gemeindegebiet stattfinden sollen“, heißt es in einem mehrheitlich angenommenen Antrag, mit dem der Bürgermeister beauftragt wurde, Verhandlungen mit dem Vorstand der Sparkasse zu führen.

In der Gemeinde soll im Ortsteil Rödingen die Filiale ganz geschlossen werden, in Ameln soll die SB-Filiale wegfallen. Titz will nun den Erhalt der Rödinger Filiale erreichen, mindestens aber eine dortige SB-Filiale. Auch der Vossenacker Ortsvorsteher Ulrich Hallmanns ist mit der Umwandlung der Sparkassen-Filiale vor Ort in eine reine SB-Filiale nicht einverstanden: „Wir verhandeln deswegen mit dem Vorstand.“

Begründet hatte die Sparkasse die Umstrukturierung mit „geändertem Kundenverhalten“. Bankgeschäfte würden zunehmend per Online-Banking erledigt, das Filialnetz würde sich nicht mehr rechnen. Dass es der Sparkasse Düren bei all den geplanten Einsparungen finanziell nicht schlecht geht, wurde am Rande der Haushaltseinbringung im Kreistag deutlich. Kreiskämmerer Dirk Hürtgen freute sich, die avisierte Gewinnausschüttung der Sparkasse von 1,7 auf drei Millionen Euro für 2016 anheben zu können.

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