Düren - Sparkasse Düren: Überschuss auf sechs Millionen Euro verdoppelt

Sparkasse Düren: Überschuss auf sechs Millionen Euro verdoppelt

Von: Jörg Abels
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Ist mit dem Geschäftsjahr 2010 zufrieden: Der Sparkassenvorstand mit (v.r.) Adolf Terfloth, Uwe Willner, Prof. Dr. Herbert Schmidt und Udo Zimmermann. Foto: Abels

Düren. „Befriedigend plus - Die Leistungen entsprechen im Allgemeinen den Erwartungen.” Mit dieser Anleihe aus dem Schulbereich zog der scheidende Vorstandsvorsitzende Adolf Terfloth am Dienstag eine auf den ersten Blick zurückhaltende Bilanz des Sparkassen-Geschäftsjahres 2010. Ein intensiverer Blick in die Zahlen würde aber eine euphorischere Bewertung zulassen.

Nach einer deutlichen Aufstockung des Eigenkapitals um 14 auf nunmehr 196 Millionen Euro zur Abdeckung künftiger Risiken weist die Sparkasse einen Jahresüberschuss von knapp sechs Millionen Euro aus und damit doppelt so viel wie noch 2009. Kreis und Stadt Düren als Träger wird´s freuen.

Denn auch ihre Ausschüttung, über die jedoch noch nicht abschließend entschieden ist, dürfte sich verdoppeln. „Wir werden vorschlagen, maximal 50 Prozent auszuschütten”, plädiert der Vorstand trotz leerer Kassen im Kreis- und Rathaus für Zurückhaltung. Nicht eingerechnet in diese Summe sind im Übrigen weitere Sonderrückstellungen für die mit der WestLB verbundenen Risiken in Höhe von 1,6 Millionen Euro, und die gut 1,76 Millionen Euro, mit denen die Sparkasse in 2010 kulturelle, soziale, sportliche und gesellschaftliche Einrichtungen und Initiativen unterstützt hat.

Eine Summe, die im laufenden Jahr nicht kleiner werden soll, versicherte Prof. Dr. Herbert Schmidt. „Diese Förderung ist Teil unseres Geschäftsmodells. ”Der konjunkturelle Aufschwung im vergangenen Jahr spiegelt sich auch in der Bilanz der Sparkasse wieder. Vorstandsmitglied Uwe Willner verwies auf einen Anstieg der Bilanzsumme um 40 auf 3209 Millionen Euro.

Dabei verbuchte die Sparkasse deutliche Zuwachsraten nicht nur beim Kreditgeschäft um 40 auf 2415 Millionen Euro, sondern auch bei den Einlagen, die sich nunmehr auf 2,46 Milliarden Euro summieren, ein Plus von 46 Millionen Euro. Das sei immer noch eine Folge der Finanz- und Bankenkrise, die Anleger weiterhin den sicheren Hafen Sparkasse ansteuern lassen, erklärte Willner.

Bei den mehr als 4400 neu vergebenen Krediten zeigt sich, wie Udo Zimmermann unterstrich, dass die im Bereich der Wirtschaft vor allem mittelständisch geprägte Kundschaft der Sparkasse nach schwierigen Jahren wieder deutlich mehr investiert hat: in Zahlen 753 Millionen Euro, im Vergleich zu 471 im Jahr 2009. Und es handelt sich dabei nicht nur um Ersatzmaßnahmen, sondern auch um wirkliche Neuinvestitionen, betont Zimmermann. Dass daran die langfristigen Darlehen ob des historisch günstigen Zinsniveaus den höchsten Anteil hatten, liegt auf der Hand.

Und auch beim Privatmann ist der Aufschwung angekommen. Zwei Beispiele: Für den privaten Häuslebauer bewilligte die Sparkasse mit ihrem Verbundpartner LBS und der Kreditanstalt für Wiederaufbau mit 163 Millionen Euro das höchste Volumen an Wohnungsbaukrediten seit der Fusion zum 1.11.2000, die Mittel für Modernisierungen, Energiesparmaßnahmen oder den Bau von Photovoltaikanlagen (insgesamt rund 33,4 Millionen Euro) nicht mitgerechnet.

Die Bilanz zeigt aber auch, wie schlecht es auf der anderen Seite den Kommunen geht, die immer mehr kurzfristige Kredite benötigen. Das Ausleihvolumen der öffentlichen Hand stieg um 36 auf 488 Millionen Euro, ein Plus von acht Prozent.
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