Sparkasse: 9,9 Millionen Euro Gewinn

Von: Stephan Johnen
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Zogen eine positive Bilanz: Udo Zimmermann, Uwe Willner und Dr. Gregor Broschinski (v.l.). Foto: Johnen
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Die Zinsen befinden sich auf einem historischen Tiefstand. Die Nachfrage nach Immobilien und einer Baufinanzierung ist bei Sparkassen-Kunden offenbar weiterhin sehr hoch. Foto: Stock/blickwinkel

Kreis Düren. Historisch niedrige Zinsen, eine in Teilen Europas noch nicht ausgestandene Krise und „überregulierte“ Märkte: „Es war kein leichtes Jahr für Banken“, zog Uwe Willner, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Düren, am Freitag einen Schlussstrich unter das Jahr 2013.

Das kommunale Kreditinstitut habe auch in einem „wirtschaftlich schwierigen Umfeld“ den Kurs gehalten – und einen ordentlichen Jahresüberschuss erwirtschaftet. Nach 9,1 Millionen Euro im Vorjahr präsentierten Willner und seine Vorstandskollegen Udo Zimmermann und Dr. Gregor Broschinski einen Gewinn in Höhe von 9,9 Millionen Euro. Das Geschäftsjahr 2013 sei „insgesamt zufriedenstellend verlaufen“.

Welchen Anteil die Sparkasse vom Gewinn an ihre Eigentümer, den Kreis und die Stadt Düren, überweist, wird im Juni bei der Sitzung des Zweckverbandes beschlossen. Im Vorjahr waren es etwa 80 Prozent des Überschusses, etwa sieben Millionen Euro. „Am liebsten würden wir alles ins Eigenkapital stecken“, sagt Uwe Willner.

Die Sparkasse setze weiterhin auf einen konservativen Anlagekurs und vermeide Risiken. Die Konzentration auf private Kunden sowie kleine und mittelständische Unternehmen habe „stabile Erträge bei überschaubaren Risiken“ ermöglicht, bilanzierte Willner. Ins Kontor hätten allerdings die Abschreibungen und Rückstellungen in Höhe von 6,2 Millionen Euro für die West LB und die Landesbank Berlin geschlagen. Willner: „Das tut uns wirklich weh.“

Im Kreis leben und arbeiten rund 267.500 Menschen, über 20.000 davon sind Kunden der Sparkasse. Mit 3,281 Milliarden Euro blieb die Bilanzsumme des Kreditinstituts beinahe unverändert zum Vorjahr mit 3,283 Milliarden. Die Kundeneinlagen sanken um 36 Millionen auf 2,469 Milliarden Euro.

„Das Kundenkreditgeschäft haben wir ausgeweitet. Eine Kreditklemme gab es nicht“, betonte Udo Zimmermann. Das Kreditvolumen erhöhte sich um 14,5 Millionen auf 2,633 Milliarden Euro, die Kreditvergabe an Privatpersonen nahm leicht zu. Firmenkunden verfügten über Kreditlinien in Höhe von 684 Millionen Euro, die jedoch nur zu 41 Prozent in Anspruch genommen wurden.

„Die Privatkunden konsumierten mehr, sie haben sich etwas erlaubt“, sagte Udo Zimmermann. Wer Geld anlegte, habe auf „liquide Anlageformen“ gesetzt. Will heißen: Angesichts der überschaubaren Zinsen wurde das Geld eher auf dem Sparbuch geparkt denn langfristig angelegt. Deutlich höhere Renditen hätten mit Aktien und Fonds erzielt werden können. „Unsere Kunden haben dort allerdings nur rudimentär investiert“, sieht Zimmermann auch in Zukunft noch Potenzial.

Die Niedrigzinsphase biete auch Chancen. „Die aktuelle Zinsentwicklung ist gut für Kreditnehmer und schlecht für Sparer. Wer ein Haus bauen möchte, sollte es jetzt tun“, sagte Uwe Willner. Die Immobilientochter der Sparkasse habe „erneut ein gutes Jahr“ erlebt, es wurden 143 Objekte mit einem Kaufpreisvolumen von über 18 Millionen Euro vermittelt.

Schritt für Schritt habe die Sparkasse im Jahr 2013 das Online-Banking ausgebaut. „Wir sehen diese Angebote als Ergänzung zu der Beratung und zum Service in den Filialen“, erklärte Broschinski. In diesem Segment und in der Vermögensberatung will die Sparkasse verstärkt neue Kunden gewinnen.

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