Düren - Sparen bei der Feuerwehr: „Undankbar und nicht motivierend”

Sparen bei der Feuerwehr: „Undankbar und nicht motivierend”

Von: ch
Letzte Aktualisierung:
feuerwehr-bild
Zahlreiche Feuerwehrleute wurden bei der Jahresdienstversammlung in der Wache an der Brüsseler Straße geehrt. Foto: Hahn

Düren. Mitten in die Jahresdienstversammlung der Dürener Feuerwehr, ziemlich genau um 21 Uhr, platzt am Freitagabend der Alarm. Erwachsene und jugendliche Einsatzkräfte springen in der Wache an der Brüsseler Straße von ihren Stühlen und rennen im Laufschritt zu ihren Fahrzeugen. Selbst mitten in der von rund 250 Wehrfrauen und -männern besuchten Versammlung ist, mögen die Tagesordnungspunkte auch noch so wichtig sein, Alltag angesagt.

Auf seine Weise beschäftigte sich auch Stadtbrandinspektor Hans-Jürgen Pelzer mit dem Alltag seiner Kameradinnen und Kameraden. Im Verlauf der Ansprache erweist sich: Der Wehrleiter ist ein Freund deutlicher Worte und redet gerne Klartext. Und ganz besonders nimmt er an diesem Abend die Folgen der kommunalen Sparpolitik für die Löschgruppen der Wehr und ihre Gerätehäuser aufs Korn.

Der Stadtbrandinspektor lobte erst einmal „den Willen des Feuerschutzträgers zur Beschaffung der dringend erforderlichen Drehleiter”, um einen Halbsatz anzuschließen: „Bleibt zu hoffen, dass eine zeitnahe Umsetzung erfolgt und nicht, wie bereits des Öfteren passiert, irgendwer mit irgendwelchen Formalitäten die Angelegenheit verzögert.”

Eindeutig im Argen, und zwar nicht erst jetzt schon, liegen nach Pelzers Dafürhalten die Dinge zum Beispiel beim Gerätehaus in Gürzenich oder beim der Turm des Gerätehauses in Lendersdorf. sowie in Niederau, Merken und Birkesdorf. Bei seinem Fazit der Folgen der Sparpolitik für Arbeit und Seelenlage der Dürener Feuerwehrleute wählte Pelzer wieder eine deutliche Sprache: „Das ist nicht nur undankbar, sondern auch wenig vertrauensbildend und erst recht nicht motivierend.”

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert