Spannung, Tüfteln und Lachen bei der „Mister-X-Spielenacht”

Von: Christoph Hahn
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Ernsthaft bei der Sache: Bei der Spielenacht testeten die Aktiven unter anderem das Strategiespiel „City” auf Herz und Nieren. Foto: Hahn

Düren. Im Kulturzentrum Komm an der August-Klotz-Straße ist es ruhig - fast: Während sich an der Theke im Erdgeschoss nur wenige Menschen verlieren und die Disco im Keller noch gar nicht begonnen hat, gehen immer wieder ein paar Menschen die Treppe in den zweiten Stock hoch.

Dorthin, in einen nüchternen Raum, in dem sonst Tanzlektionen stattfinden, hat der Verein „Mister X” eingeladen: Einmal im Jahr bieten Thorsten Oelsner, Michael Hansmeyer und andere Aktive eine Spielenacht an.

Wer teilnimmt, muss Ausdauer beweisen - nicht nur beim Spielen, sondern insgesamt. Denn eine Spielenacht braucht ihre Zeit. Los geht es um 19 Uhr. „Bis Mitternacht oder 1 Uhr kann es schon dauern”, weiß Mit-Organisator Michael Hansmeyer. „Herkömmliche Spiele”, stellt „Mister X”-Chef Oelsner klar, „kommen nicht auf den Tisch.” Das heißt: Schach, Mühle, aber auch Karten-Klassiker wie Skat und Canasta haben keine Chance.

Stattdessen kommt Frisches an den Start, zum Beispiel das Strategiespiel „City”, bei dem dann doch Karten (aber nicht die traditionellen) eine Rolle spielen. Und weil „City” halt eine Novität ist, gibt es zu Beginn erst einmal eine Erklärrunde, in der sich die Teilnehmer mit einem erfahrenen Kenner in das Spiel hineinspielen - nur so mal zum Test. Dann wird es ernst, denn die Mitglieder des 1990 gegründeten Vereins betreiben ihr Hobby nicht nur zum Jux. Darum wird die Spielenacht bald zum Wettbewerb

Allerdings müssen die Teilnehmer im Alter zwischen 20 und 50 bereit sein, sich von Runde zu Runde einem neuen Spiel zuzuwenden. Denn die Ausrichter achten auf einen gewissen Mix, auf einen Cocktail aus Strategie-, Glücks-, Familien- und anderen Spielen. Denn nicht nur die einzelnen Attraktionen, sondern auch der stete Wechsel („Nach Möglichkeit sollen alle Spiele gleich lang dauern”, kommentiert Michael Hansmeyer) erfordern einen fitten Kopf. Zum Schluss wird dann halt addiert - und die Nacht hat einen neuen Champion.

Das Reservoir der Spiele schöpft der Verein im Übrigen zum Teil aus eigenen Beständen. Zum Teil testen die Mitglieder von „Mister X” aber auch Neuerscheinungen, die ihnen von den Herstellern zur Verfügung gestellt werden. Denn die Teilnehmer, die auf den unbefangenen Beobachter im Umgang mit einander fast familiär wirken, wissen, worauf es ankommt. Spannung, Tüfteln, Lachen: Zumindest in dieser Nacht ist alles drin.
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