Niederzier/Merzenich - Sorge um das Renommee als Abiturschule

Sorge um das Renommee als Abiturschule

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Marion Berndsen und Kurt Haße (r.) von der Schulpflegschaft übergaben Hermann Heuser 1318 Unterschriften. Foto: Abels

Niederzier/Merzenich. Der Wille der Merzenicher Politik und der Niederzierer CDU ist eindeutig: Ab dem Schuljahr 2016/17 soll das Anmeldeverfahren zur Gesamtschule Niederzier/Merzenich neu geregelt werden. Dies hat die Verbandsversammlung im April mehrheitlich entschieden.

In Zukunft dürfen Schüler aus Kommunen, die selber über eine Gesamtschule verfügen, nicht mehr aufgenommen werden, wenn die Zahl der Anmeldungen die Aufnahmekapazität übersteigt. Damit soll verhindert werden, dass Schüler mit Haupt- und auch Realschulempfehlung aus den Trägerkommunen abgelehnt werden, die jährlich 2,7 Millionen Euro für ihre Schule aufbringen.

Gegen diese Neuregelung rebelliert die Schulpflegschaft. Deren Vorsitzender Kurt Haße und seine Stellvertreterin Marion Berndsen übergaben Niederziers Bürgermeister Hermann Heuser als Verbandsvorsteher 1318 Unterschriften gegen die Änderung des Verfahrens. Mit Schulleiter Hermann-Josef Gerhards sind Eltern, Schüler und weitere Unterzeichner der Ansicht, dass die Qualität der Gesamtschule gefährdet sei, insbesondere deren Renommee als Abiturschule.

Weil eine Kooperation in der Oberstufe mit anderen Schulen nicht praktikabel sei, benötigt Gerhards jährlich 90 Oberstufenschüler, um ein möglichst differenziertes Angebot unterbreiten zu können. Dem müsse er schon bei der Anmeldung für Klasse 5 Rechnung tragen. Auch der Schulentwicklungsplaner des Kreises, der Bonner Wolf Krämer-Mandeau, spricht sich mit Blick auf den demografisch bedingten „Kampf der Schulen um die Köpfe“ dafür aus, den in 23 Jahren bewährten Status quo nicht zu verändern.

Heuser sagte zu, das Thema erneut der Verbandsversammlung vorlegen zu wollen. Willi Weingartz, Vertreter des Merzenicher Bürgermeisters, betonte, es könne nicht sein, dass Merzenicher Schüler mit Realschulempfehlung aufgrund eines Losentscheids nicht zur Gesamtschule dürften.

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