Sophienhöhe: In kleinen Schritten sanften Tourismus ermöglichen

Von: Jörg Abels
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Infotafeln zum Tagebau und zur Sophienhöhe zieren seit kurzem die „Pappelschule“ von Roswitha und Kurt Schneider an der L 264 bei Hambach, gestiftet von Tagebauleiter Thomas Körber (r.). Bürgermeister Hermann Heuser (l.) begrüßt, dass Wanderer an dem Infopunkt auch die Wanderkarten der Sophienhöhe finden. Foto: ja

Hambach. Die Sophienhöhe, die rekultivierte Abraumkippe des Tagebaus Hambach, mit ihrem mittlerweile rund 120 Kilometer langen Wanderwegenetz soll in Zukunft noch mehr Besucher anlocken. Darin sind sich Niederziers Bürgermeister Hermann Heuser (SPD) und Tagebauleiter Thomas Körber von RWE Power einig.

Heuser spricht gerne von „sanftem Tourismus“, seit sich die ehrgeizigen Bergwelt-Pläne mit Seilbahn und verschiedenen Angeboten für Extremsportler in Ermangelung des benötigten Millioneninvestors in Luft aufgelöst haben.

Ziel aber bleibt es, die Sophienhöhe mit ihrem Artenreichtum und dem einmaligen Blick auf den Tagebau und die Bördelandschaft auch für gehbehinderte Menschen erlebbar zu machen, betont Heuser, der mit der Idee einer „Touristischen Inwertsetzung“ auch schon beim Regionalrat der Bezirksregierung Köln vorstellig geworden ist.

Denn, wenn einmal asphaltierte Wege von Elsdorfer und Niederzierer Seite auf die Sophienhöhe führen sollen, idealerweise verbunden mit einer mobilen oder sogar ständigen Gastronomie, müssen diese Überlegungen in den Regionalplan aufgenommen werden.

„Wir wollen dabei nicht in die bestehende Rekultivierung eingreifen“, sagt Thomas Körber. Er beeilt sich, möglichen Kritikern den Wind aus den Segeln zu nehmen. Der Bau der Straßen soll Bestandteil der noch folgenden Aufschüttungen werden, erklärt der Tagebauleiter. Daher sei eine Umsetzung der Idee auch erst nach 2020 möglich.

Bis dahin wollen die Gemeinde Niederzier und RWE Power aber nicht untätig bleiben und in kleinen Schritten die Attraktivität des Naherholungsgebietes steigern. Am Tagebau-Informationspunkt „Pappelschule“ an der L 264 bei Hambach am Fuß der Sophienhöhe können sich Wanderer ab sofort auf großen Tafeln über den Tagebau, die Sophienhöhe und die Rekultivierung informieren.

„Sie vermitteln dem Besucher Erkenntnisse über Artenschutz und Forstwirtschaft auf der Sophienhöhe“, betont Körber, und „werten die Pappelschule als Erlebnisraum für Naturfreunde auf“, ergänzt Heuser, die idealer Startpunkt für Wanderungen unterhalb und auf der Abraumhalde sei. Darüber hinaus laufen intensive Gespräche, am nahe gelegenen Sophienhöhen-Parkplatz auch wieder eine Gastronomie zu etablieren, betont Heuser.

Viele Wanderer vermissen das dort früher stehende Café, in dem es auch einen kleinen Imbiss gab. RWE seinerseits will in den kommenden Monaten auch noch einmal auf der Sophienhöhe tätig werden und die eine oder andere gestaltete Fläche wie den „Lebenskreis“ unweit des Wetterradars überarbeiten, kündigt Tagebauleiter Körber an.

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