Niederzier - Sophienhöhe: Die „Bergwelt” als Kurzurlaubsziel

Sophienhöhe: Die „Bergwelt” als Kurzurlaubsziel

Von: Jörg Abels
Letzte Aktualisierung:
Der Gipfel der Sophienhöhe: I
Der Gipfel der Sophienhöhe: Im Vordergrund der frisch rekultivierte Bereich, im Hintergrund modelliert der Absetzer die „Spitze”.

Niederzier. Bürgermeister Hermann Heuser weist Kritik an der Vision einer „Bergwelt Sophienhöhe” zurück. Verkehrstechnisch sei der Standort südlich der „Höller Mühle” im noch nicht rekultivierten Bereich im Nordosten der Abraumhalde des Tagebaus Hambach der beste.

„Kein Besucher müsste durch einen Ort fahren”, betont Heuser. Auch eine zusätzliche Lärmbelastung für Rödingen und Bettenhoven (Gemeinde Titz) erwartet er nicht. Sie könne im Planungsverfahren ausgeschlossen werden. Zuständig wäre nach dem derzeitigen Stand der Überlegungen die Gemeinde Niederzier, auf deren Gebiet der Park entstehen soll.

Für Hermann Heuser stehen die mit der Vision verbundenen Chancen im Mittelpunkt. „Wir brauchen in Zukunft auch für junge Familien ein attraktives Freizeitangebot”, betont Heuser und stellt gleichzeitig fest, dass 98 Prozent der Sophienhöhe auch mit einer Bergwelt weiter der stillen Erholung dienen werden.

97, 98, 99 Prozent? Die Überlegungen variieren. Wirtschaftlich könnte ein Freizeitpark auf der Sophienhöhe mit Montainbike-Strecken, Spielplatz, Startplatz für Gleitschirmflieger, Hochseilpark, Sommerrodelbahn und anderen Angeboten bereits auf einer Fläche von rund 23 Hektar (1,04 Prozent der Sophienhöhe) betrieben werden. Das machte Christoph Schrahe von der Firma Montenius Consult, die die Machbarkeitsstudie erstellt hat, auch im Niederzierer Gemeinderat noch einmal deutlich.

Vorstellbar sei aber auch eine spätere Erweiterung. In 20 bis 30 Jahren kann sich Schrahe auch eine Ausdehnung auf bis zu 63,4 Hektar (2,88 Prozent) vorstellen. „Wir sehen durchaus das Potenzial, dass sich die Bergwelt zu einem Kurzurlaubsziel mit Ferienpark entwickeln könnte”, erklärte Schrahe. Allerdings würden auch in der maximalen Ausbaustufe, die mit bis zu 2000 Beschäftigten zum Jobmotor werden könnte, höchstens 11,3 Hektar versiegelt. „Wie viel wir über die 1,04 Prozent zulassen, unterliegt dem Planungsprozess”, warf Hermann Heuser ein. Er warb dafür, dem Projekt eine Chance zu geben, „wenn sich ein privater Investor findet”. Denn - und auch das unterstrich der Bürgermeister noch einmal - öffentliche Mittel sollen auf gar keinen Fall in die Bergwelt fließen.

Eine bei der ersten Vorstellung noch nicht angesprochene Alternative könnte die im Raum stehenden Investitionskosten von über 17 Millionen Euro noch einmal senken. Alternativ zu einer Seilbahn, die die Besucher auf den Gipfel transportiert, wäre auch eine schienengebundene Lösung denkbar. Die sei im Vergleich zur zu einer Seilbahn mit 18 Gondeln erheblich günstiger in der Investition: 2,2 gegenüber 6,7 Millionen Euro. Allerdings stelle die Schienen-Variante auch einen größeren Eingriff in die Rekultivierung dar.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert