Sonderkonzert der „Tonspuren“: Eindrucksvoller Rahmen für Barockmusik

Von: kin
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Almut Rux (libks) und Ina Stock sind die Solistinnen des „Tonspuren“-Sonderkonzertes am Montag, 15. Mai, in der Klosterkirche Wenau. Foto: Julia Hilgeroth, Frank Struck
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...und Ina Stock sind die Solistinnen des „Tonspuren“-Sonderkonzertes am Montag, 15. Mai, in der Klosterkirche Wenau. Foto: Frank Struck

Langerwehe. Die Konzertreihe „Tonspuren“ des Kunstfördervereins des Kreises Düren kommt zurück zu seinen Anfängen, fast jedenfalls. Am Montag, 15. Mai, gibt es ein Sonderkonzert in der Klosterkirche St. Katharina zu Wenau.

Die Dürener Flötistin Darja Großheide hat diese besondere Reihe alter Musik seinerzeit im Töpfereimuseum Langerwehe ins Leben gerufen, seit einiger Zeit finden nun die Konzerte in der Fabrik für Kultur und Stadtteil „Becker und Funck“ in Düren statt. Seit 2015 ist der Kunstförderverein Veranstalter dieser Konzerte.

Darja Großheide: „Für das Sonderkonzert haben wir von unseren Sponsoren noch einmal zusätzliche Mittel bekommen. Es war uns wichtig, dieses Konzert nicht in der Stadt Düren, sondern im Kreisgebiet zu veranstalten. Auch weil der Kunstförderverein kreisweit unterwegs ist.“ Darüber hinaus sei die Kirche in Wenau natürlich ein wunderschöner Ort für Barockkonzerte.

Die Kirche St. Katharina stammt aus dem zwölften Jahrhundert, Hochaltar und Kanzel wurden von dem berühmten Barockarchitekten Johann Joseph Couven entworfen. Dieses historische Ambiente mit seiner fantastischen Akustik bietet einen eindrucksvollen Rahmen für die prächtige Barockmusik von Telemann, dessen Musik in der zweiten Konzerthälfte am Montag, 15. Mai, zu hören sein wird.

Beim dem Konzert spielt das Kölner Ensemble „Die Stadtpfeiferei“ mit Almut Rux (Naturtrompete), Ina Stock (Barockoboe), einem Streichquartett und Orgel.

Die erste Programmhälfte des Konzertes beschäftigt sich – so wie alle „Tonspuren“-Konzerte – mit alter Musik: Zu Beginn des 17. Jahrhunderts wandelt sich die Funktion der Trompete, die damals noch ganz ohne Ventile auskam. Bis dahin war die Trompete ein Instrument, das nur zum Lobe Gottes oder der weltlichen Herrscher erklingen durfte. Nun schrieben Komponisten wie Girolamo Fantini und Dario Castello Sonaten und andere Kammermusikalische Werke für Trompete.

Die Oboe wurde im 17. Jahrhundert in Frankreich von Jean de Hotteterre entwickelt und fand aufgrund ihres im Vergleich zur Schalmei sanfteren, flexiblen Klanges rasch Verbreitung. Im 18. Jahrhundert wurde die Oboe besonders bei Komponisten wie Georg Philipp Telemann, Georg Friedrich Händel, Johann Sebastian Bach und Antonio Vivaldi sehr häufig besetzt.

Darja Großheide: „Wir freuen uns, dass es noch einmal ein Tonspuren-Konzert in der Gemeinde Langerwehe gibt, wo alles angefangen.“ Mittlerweile habe sich auch dank dieser Konzertreihe im Dürener Land eine echte Fangemeinde für alte Musik auf historischen Instrumenden entwickelt. „Viele Menschen kommen immer wieder zu unseren Konzerten. Das freut uns natürlich sehr.“

Das Konzertprogramm für Wenau wurde extra für das Tonspuren-Konzert einstudiert. Der Abend beginnt um 19.30 Uhr. Der Eintritt zu dem Konzert ist frei, um Spenden wird gebeten.

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