Kreuzau - Sommertour: Durch Feld, Wald und Heide

Sommertour: Durch Feld, Wald und Heide

Von: Franz Sistemich
Letzte Aktualisierung:
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Die Drover Heide ist ein einzigartiges Refugium. Die Wanderstrecke führt unter anderem auch zum Aussichtspunkt in der Heidelandschaft.

Kreuzau. Die Wanderung, die die Eifelverein Ortsgruppe Kreuzau empfiehlt, ist sehr abwechslungsreich. Sie führt sowohl durch Feld, Wald und vor allem durch die Drover Heide. Karl-Heinz Meyer, der Vorsitzende der Eifelverein Ortsgruppe Kreuzau, sagt: „Diese Wanderung ist rund um das Jahr empfehlenswert. Aber speziell im August, wenn die Heide blüht, lohnt es sich, die Route zu gehen. Oder im Frühjahr, wenn der Ginster blüht.“

Markante Stellen werden auf der 15 Kilometer langen Strecke passiert. Zum Beispiel der Marienbildstock. Das Heiligenhäuschen aus Bundsandstein wurde 1727 errichtet, sein Gitter soll das Originale sei. Oder die Panzerstraße. Über sie bretterten belgische und deutsche Soldaten eben in Panzern oder auch in Lkw von der Kaserne in Düren in die Drover Heide, nutzten das landschaftlich eindrucksvolle Gebiet als Übungsgelände. Sie ratterten vorbei an der Marieneiche. 1000 Jahre alt ist die Eiche, die der Volksmund auch „Decke Boom“ nennt. Die Stockheimer pflegen Baum und den Platz an der Eiche, wo es sich trefflich rasten lässt, ehe der Weg in die Drover Heide fortgesetzt wird. 100 Jahre diente die Heide als militärisches Übungsgelände.

Die Millionen Jahre alte Heide ist Lebensraum seltener Pflanzen- und Tierarten: 460 Farn- und Blütenpflanzen und 130 Vogelarten, unter ihnen zahlreiche gefährdete, wurden beobachtet. Vom Aussichtspunkt, der ein paar Meter neben der Strecke liegt, gibt es einen wunderbaren Blick über die Heide. Auf dem Rückweg zum Startort am Bahnhof liegt die Kurt-Hoesch-Kampfbahn.

Der gebürtige Dürener Kurt-Hoesch, Sproß eines Stahlindustriellen und Chemie-Professor an der Universität in Istanbul, errichtete auf eigene Kosten 1929/1930 die Kampfbahn mit Clubhaus, Tribüne und 400-Meter-Bahn, wurde auch Vorsitzender des Turn- und Sportvereins Kreuzau. Zwei Jahre später starb Hoesch in Kreuzau.

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