Düren/Berlin - Sollte ein Auftragsmörder Asker U. in Düren beseitigen?

Sollte ein Auftragsmörder Asker U. in Düren beseitigen?

Von: bugi
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Ein 52-Jähriger muss sich in Berlin vor dem Landgericht verantworten, weil er einen Auftragsmörder angeheuert haben soll, um den in Düren lebenden Asker U. beseitigen zu lassen. Symbolbild: Volker Hartmann Foto: Volker Hartmann/dpa

Düren/Berlin. Hat ein 52-jähriger Berliner Ende Mai 2015 einen bulgarischen Auftragsmörder angeheuert, um den in Düren lebenden Asker U. beseitigen zu lassen? Dieser Frage geht seit Ende letzter Woche das Berliner Landgericht nach.Verhandelt wird gegen Ali G., dem die Staatsanwaltschaft versuchte Anstiftung zum Mord vorwirft.

Die Vorgeschichte beginnt im Mai 2009 in Düren. Die 33-jährige Krankenschwester Funda G. lernt über eine Partnerbörse Fedai G. kennen, Sohn des Angeklagten Ali G. Das Paar heiratet in Düren, 2011 bekommen sie eine Tochter. Weil Fedai G. in Düren keine Arbeit finden kann, zieht das Paar dann im Juni 2011 nach Berlin. Das soll Asker U. als Vertrauensbruch empfunden haben.

Sowohl sein Schwiegersohn als auch dessen Vater sollen vor der Hochzeit versprochen haben, dass das Paar in Düren wohnen bleiben werde. Der Umzug führt offenbar zum Bruch zwischen den beiden Familien. Im Mai 2015 trennt sich Funda G. von ihrem Mann und zieht zurück zu ihren Eltern.

20 000 Euro versprochen

Damit soll ihr Schwiegervater nicht einverstanden gewesen sein. Er soll sich am 25. Mai 2015 mit dem Bulgaren Myumyun A. in einem Berliner Café getroffen und ihm 20.000 Euro versprochen haben, wenn er Asker U. beseitige. Dazu kam es dann nie, weil der vermeintliche Auftragsmörder tagsdrauf zur Polizei marschierte und Anzeige erstattete.

Das vermeintliche Opfer Asker U. ist Nebenkläger in dem Fall, war nach Auskunft der Sprecherin des Landgerichts während der Verhandlung aber nicht zugegen. Auch seine Tochter Funda G. hatte sich geweigert, als Zeugin auszusagen. Offenbar aus Angst. Stattdessen wurde das Protokoll einer Vernehmung beim Amtsgericht in Düren vom Januar diesen Jahres verlesen.

Zwei Verhandlungstage sind in dem Prozess angesetzt, der bereits am Mittwoch fortgeführt wird. Weil dann lediglich nur Myumyun A. als Zeuge erneut aussagen soll, könnte am Mittwoch auch bereits das Urteil vor dem Landgericht gesprochen werden.

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