Langerwehe - „Soll dem TuS Langerwehe die Basis entzogen werden?“

„Soll dem TuS Langerwehe die Basis entzogen werden?“

Von: kin
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Langerwehe. Wegen der Pläne der Fraktionen von SPD und FDP im Rat der Gemeinde Langerwehe, in der Töpfergemeinde ein Sportleistungszentrum zu bauen und das Sportplatzgelände des TuS 08 Langerwehe an der „Alten Kirche“ unter Umständen in ein Wohngebiet umzuwandeln, wenden sich der Ältestenrat und die Ehrenmitglieder des betroffenen Sportvereins in einem offenen Brief an Bürgermeister Heinrich Göbbels (CDU):

„Mit großer Verwunderung und Bestürzung“, heißt es in dem Schreiben, „haben wir erfahren, dass zur Diskussion steht, das Sportplatzgelände, auf dem sich auch das vereinseigene und mit großer Eigenleistung erbaute Franz-Schain-Sportheim befindet, zu vermarkten und als Bauland auszuweisen. Wollen die politisch Verantwortlichen dem TuS 08 die sportliche Basis entziehen?“

Der Sportplatz, so Arnold Schain, Josef Schwalbach und Hans Wehren weiter, befinde sich seit fast 70 Jahren auf dem Rymelsberg. Viele Generationen aktiver Fußballer hätten dort Fußball gespielt. „Vor mehr als 30 Jahren ist das Franz-Schain-Sportheim entstanden. Viele Dutzende Vereinsmitglieder haben dieses Sportheim in Eigenleistung ehrenamtlich erbaut.“

Das Sportheim stelle den Mittelpunkt des Vereinsgeschehens dar. Seit vielen Jahrzehnten spiele sich auf den Plätzen an der Alten Kirche das ehrenamtliche Engagement aller Trainer, Betreuer und ehrenamtlicher Helfer ab. 150 Kinder und Jugendliche hätten auf dem Gelände ihre sportliche Heimat. „Und das das soll auch so bleiben. Die Gemeinde sollte anerkennen, dass an diesem Ort das Gemeinwohl in nachhaltiger Form wird und der Staat von Aufgaben entbunden wird, die Ehrenamtler übernehmen.“

Dem Verein fehle in der Tat, enden Schain, Schwalbach und Wehren in ihrem Brief, der auch allen Fraktionen im Gemeinderat zugegangen ist, ein funktionsfähiger Sportplatz am Rymelsberg. „Deshalb bitten wir den Gemeinderat: Unterstützen Sie das Vorhaben des Vorstands, den Aschenplatz durch einen modernen Kunstrasenplatz zu ersetzen.“

Mit rund 160.000 Euro soll die Gemeinde Langerwehe dem TuS 08 unter die Arme greifen. Den weitaus größeren Teil der Kosten wolle der Club selbst tragen. Eine endgültige Entscheidung soll in einer von der CDU-Fraktion beantragten Sondersitzung des Gemeinderates fallen, die im November stattfinden soll. Ein endgültiger Termin steht allerdings noch nicht fest.

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