Solidarität mit den Frauen in Syrien: Protest in Düren

Von: kel
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Protest gegen den so genannten „Islamischen Staat“: Frauen machten in Düren auf die Unterdrückung des weiblichen Geschlechtes durch die Islamisten aufmerksam. Foto: Axel Keldenich

Düren. Mit zum Teil drastischen Darstellungen unterschiedlicher Formen der Unterdrückung von Frauen machten die Teilnehmer einer Demonstration klar, wofür sie stehen und wogegen sich ihr Protest richtet. Sie protestierten gegen den so genannten „Islamischen Staat‘‘ (IS) und bekundeten ihre Solidarität mit den Frauen in Syrien und im Irak, die unter dieser Terrormiliz schlimmsten Gräueltaten ausgesetzt sind.

Das regnerische Wetter und die unglückliche Terminierung auf einen Samstagnachmittag hatten zur Folge, dass nur etwa 70 Zuhörer den Beiträgen folgten.

Dabei fand die Initiative des kurdischen Kulturvereins in Düren im Vorfeld bereits breite Unterstützung. So hatte sich der „Runde Tisch gegen Gewalt gegen Frauen“, an dem im Kreis Düren sämtliche relevanten Institutionen, Behörden und Organisationen beteiligt sind, dem Aufruf ebenso angeschlossen, wie die Bundestagsabgeordneten Thomas Rachel und Dietmar Nietan, die auch Grußworte schickten. Zu den Rednerinnen gehörten Doris Peitz, die Gleichstellungsbeauftragte des Kreises, Falima Baliboz-Bezgin vom Veranstalter sowie als Gastrednerin Ayten Kaplan vom Kurdischen Frauenverein Düsseldorf.

Sie alle erinnerten daran, dass in den betroffenen Ländern ein gezielter Krieg gegen Frauen geführt werde. Dabei müssten kurdische Ezidinnen, Christinnen, Assyrerinnen, Kakai-Kurdinnen, Turkmeninnen und viele andere Volks- und Religionsgemeinschaften um ihr Leben fürchten. Auch drohten ihnen Vergewaltigungen, Versklavung oder Steinigungen. Daher sahen die Rednerinnen es als ihre Aufgabe an, die Öffentlichkeit auf die Notlage der Frauen aufmerksam zu machen. Gemeinsam könne man dazu beitragen, dass ihnen geholfen wird.

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